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Die Polizei hat heute ein seit mehr als fünf Wochen bestehendes Protestcamp gegen die Wohnungsnot im Zentrum von Madrid geräumt. Bei dem Einsatz, der gegen 3.00 Uhr begann, wurden zwei Personen wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen, wie die Delegation der Zentralregierung in der Region Madrid mitteilte.

Die Räumung auf der Puerta del Sol verlief aber friedlich und „ohne Zwischenfälle“. An dem Einsatz waren 400 Polizisten sowie Feuerwehr und Sozialdienste beteiligt. Insgesamt seien 334 Menschen vom Platz gebracht worden, hieß es.

Die Protestbewegung warf der Polizei dagegen ein gewaltsames Vorgehen und den Einsatz von Pfefferspray vor. Mehrere Menschen seien verletzt worden, hieß es. Einige Teilnehmer beklagten, dass sie nicht einmal ihre persönlichen Gegenstände hätten mitnehmen dürfen.

Die Behörden verteidigten den Einsatz als letztes Mittel. Die ursprünglich auf den Protest gegen die Wohnungsnot ausgerichtete Aktion habe ihren Charakter verändert. Mehrere organisierende Gruppen hätten sich zurückgezogen, während unter anderem zunehmend Obdachlose auf dem Platz übernachtet hätten. Zudem habe es mutmaßliche Straftaten im Camp und dessen unmittelbarer Umgebung gegeben.

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Source: ORF · ORF.at

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