Richard Soyer
ÖVP und SPÖ kriseln, eine Neuaufstellung der Parteien der Mitte tut not
Die einstmals großen Volksparteien bewegen sich Richtung Bedeutungslosigkeit. Retten kann sie höchstens ein Neustart. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger warten darauf – oder auf eine neue politische Bewegung
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ): Wie geht es mit ihren Parteien nur weiter?
Den ehemals großen Volksparteien SPÖ und ÖVP sind ihre Erzählungen ausgegangen – zumindest die breitenwirksamen. Neben der Versorgung von Pensionisten, Funktionären und Klientel bleibt anscheinend nur die (zum Teil ohnehin bloß vorgebliche) Abgrenzung von den siegesverwöhnten Scharfmachern und Populisten. Letztere haben eine deftige Erzählung. Dass Land und Kontinent mit diesem Erzählungsmuster schon einmal in Schutt und Asche gelegt wurden und sich mehrere Regierungsversuche als Marketinggag, Selbstversorgung und Totalversagen erwiesen, wird negiert oder verziehen. Was zählen Fakten, wenn man sich nur gesehen und gehört fühlt?
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Source: Der Standard
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