Online seit heute, 13.28 Uhr
EU-Kommission hat heute ihr Klimaresilienzpaket vorgelegt, um Europa besser auf Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände und andere Folgen der Klimakrise vorzubereiten.
Die Maßnahmen umfassen dabei eine festgelegte Referenzkurve zur Erderwärmung, eine gesetzlich verankerte Anweisung für klare Rechtszuständigkeiten im Nachgang von Naturkatastrophen sowie die Definition von 100 besonders betroffenen Gebieten, hieß es am Vormittag auf einer Pressekonferenz in Brüssel.
Kommissar Wopke Hoekstra und Kommissionsvizepräsidentin Teresa Ribera verwiesen auf die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Demnach könnte sich die Erde bis 2030 um 1,5 Grad Celsius im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung aufheizen. Bis 2050 ist ein durchschnittlicher Anstieg um zwei Grad Celsius, bis zum Ende des Jahrhunderts sogar um bis drei Grad Celsius zu erwarten.
Europa heize sich doppelt so schnell auf, hieß es von der Kommission. „Bisher mangelt es in Europa jedoch an Anpassung an den Klimawandel“, so Ribera.
Umsetzung in Hand der Mitgliedsländer
Dieser Entwicklungspfad dient als gemeinsame Grundlage, anhand derer die Mitgliedstaaten bei ihren Entscheidungen künftige Klimarisiken bewerten können. Das dazugehörige Klimaresilienzgesetz soll dann dafür sorgen, dass Österreich und die anderen EU-Länder mit den gleichen Grundannahmen ihre Klimarisiken bewerten und ihre Vorsorge planen.
Wie genau sich die Mitgliedsländer gegen Hitze, Dürre und Hochwasser schützen, bleibt weitgehend ihnen überlassen – entsprechend ihrer Risiken und Prioritäten.
Source: ORF · ORF.at
At a glance
- Topic
- World
- Country
- 🇦🇹 AT
- Publisher language
- DE
- Added to Allnira