Online seit heute, 11.07 Uhr
Italien und Spanien wollen laut Angaben des italienischen Innenministeriums ihre gegenseitigen Grenzkontrollen nicht verlängern. Darauf hätten sich die Innenminister beider Länder, Matteo Piantedosi und Fernando Grande-Marlaska, in einem Telefongespräch verständigt, teilte das Ministerium in Rom heute mit.
Der Streit zwischen den EU-Ländern hatte Ende Juli mit der Ankunft Zehntausender Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta begonnen.
In Häfen und Flughäfen
Italien hatte damals Kontrollen in Häfen und Flughäfen eingeführt, Spanien zog nach. Die Entscheidung, sie nun nicht zu verlängern, sei nach sorgfältiger Analyse der Lage gefallen, teilte das italienische Innenministerium mit.
Zugleich solle der Informationsaustausch zwischen beiden Ländern verstärkt werden, um die Sicherheit des Schengen-Raums zu gewährleisten, hieß es weiter.
Italien fürchtete „Unterwanderung“
Die rechte Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Rom und die linke Regierung von Ministerpräsident Pedro Sanchez in Madrid liegen wegen des Umgangs mit Flüchtlingen seit Längerem im Streit.
Italien hatte die Kontrollen mit Risiken für die innere Sicherheit und der Gefahr einer „terroristischen Unterwanderung“ begründet. Spaniens Außenminister Jose Manuel Albares hatte die Maßnahme als „Schande“ bezeichnet.
Source: ORF · ORF.at
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