Rückkehr nach Auschwitz
"Ich war bei dir": Über die Arbeit des Österreichischen Nationalfonds für Opfer des Holocaust
Michaela Ernst, die Autorin dieses Textes, wollte Hannah Lessing, ihre beste Freundin seit Volksschultagen, nach Auschwitz begleiten. Im letzten Moment musste sie alleine los. Trotzdem wurde es eine Reise zu zweit
Hannah Lessing an der Rampe in Birkenau (auf einem älteren Foto), wo ihre Großmutter ankam. Drei Tage vor der geplanten Abreise nach Auschwitz stürzte die Generalsekrätärin des Nationalfonds und konnte dieses Mal diesen Ort nicht besuchen.
„Als ich zum ersten Mal die Gedenkstätte Auschwitz besucht hatte, stand im Eingangsbereich der österreichischen Ausstellung noch der riesige Schriftzug: Österreich – erstes Opfer des Nationalsozialismus“, erinnert sich Hannah Lessing, Vorständin des Nationalfonds für Opfer des Holocaust. Eine historische Unrichtigkeit, die auf der Aufbaulegende der Zweiten Republik basierte. Erst nach einer Rede von Bundeskanzler Franz Vranitzky im Jahr 1991 war das offizielle Österreich davon abgerückt. Doch hier war man in Polen, weit weg vom Blick österreichischer Verantwortungsträger. Dabei hatten sich seit der Jahrtausendwende immer wieder Besucher über diese Geschichtsdarstellung beschwert, erzählt Lessing. Geändert hatte das bis 2005 nichts.
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Source: Der Standard
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