Online seit heute, 14.23 Uhr

Fünf österreichische EU-Abgeordnete von ÖVP, SPÖ und NEOS fordern in einer heute veröffentlichten Erklärung die "sofortige und bedingungslose Freilassung von Paata Burchuladze, dem weltberühmten georgischen Opernsänger und ehemaligen UNO-Sonderbotschafter, der vom pro-russischen „Georgischer Traum"-Regime aufgrund politisch motivierter Anschuldigungen inhaftiert wurde“.

Burchuladze besitzt auch die österreichische Staatsbürgerschaft. Berichten zufolge wurde Burchuladze Anfang Oktober nach einer Protestveranstaltung auf dem Freiheitsplatz in Tiflis festgenommen.

Er werde beschuldigt, zur gewaltsamen Übernahme der Staatsgewalt aufgerufen sowie Gewaltausschrietungen organisiert und angeführt zu haben. Im Falle einer Verurteilung drohten ihm bis zu neun Jahre Haft.

„Iwanischwili-Regime hat ihn hinter Gitter gebracht“

Burchuladze sei „nicht nur ein herausragender Sänger, sondern auch ein Patriot und Kämpfer für die Demokratie, der sich für die europäische Zukunft Georgiens eingesetzt hat. Genau aus diesem Grund hat das Iwanischwili-Regime ihn hinter Gitter gebracht und zu einem politischen Gefangenen gemacht“, hieß es in der Erklärung die von den Delegationsleitern Reinhold Lopatka (ÖVP), Andreas Schieder (SPÖ) und Helmut Brandstätter (NEOS) sowie den EU-Abgeordneten Anna Stürgkh (NEOS) sowie Lukas Mandl (ÖVP) unterzeichnet wurde.

Bidsina Iwanischwili ist ein ehemaliger Premierminister Georgiens, der nach seinem Rücktritt vor einigen Jahren wieder in die Politik zurückgekehrt ist. Ihm wird immer wieder eine Nähe zu Moskau nachgesagt. Der von ihm gegründete „Georgische Traum“ ist an der Macht.

Das Iwanischwili-Regime habe Georgien nach dem Vorbild von Russlands Staatspräsident Wladimir Putin und dem belorussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko „bereits tief in die Diktatur gestürzt“, wird in der Erklärung kritisiert.

Source: ORF · ORF.at

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