Von Rockefeller bis Musk

Die Besitzenden von heute und die Mitmenschlichkeit: Ein Essay zur Lage von Peter Rosei

Wie sieht Reichsein heute aus? Gibt es ein ethisches Fundament, wie noch bei Calvin, nach dem Reichtum weniger ein Luxus, vielmehr eine soziale Aufgabe ist?

Getty Images

Money, money, money! Der Markt verschafft jedem, der Geld hat, ohne Unterschied das Gefühl, wer zu sein – im Bezahlvorgang akzentuiert sich das, je nach Kasse freilich, mit großem oder kleinem Impact.

Im Gegensatz zu den Besitzenden des 19. und wohl auch der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die im Großen und Ganzen, bei großbürgerlicher Repräsentation, vom puritanischen Ethos des Sparens geprägt waren – um mit dem so Ersparten umso mehr in ihre jeweiligen Projekte investieren zu können, oder weitverbreitet, sich in sozialen, künstlerischen oder kulturellen Projekten zu verewigen, sehen wir bei den Besitzenden von heute einen Hang zur Selbstdarstellung. Zum Beispiel in Unternehmungen wie etwa der Förderung von Autorennen oder Fußballklubs, Sponsoring von Extremsportlern und Ähnlichem, die eher im Feld oder Vorfeld der Werbung für die von ihnen erzeugten Produkte zu verorten sind.

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Source: Der Standard

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