Arktische Störung
Der Polarwirbel kollabiert so früh wie nie zuvor – droht daher ein eisiger Winter?
Eine Erwärmung der Stratosphäre über der Arktis könnte den Polarwirbel schwächen – und damit kalte Luftmassen nach Europa drängen. Dabei sind aber noch viele Fragen offen
Im Salzburger Göllmassiv ist bereits Ende Oktober der erste Schnee gefallen.
Der Winter steht spürbar vor der Tür – und damit auch die Sorge vor gesalzenen Heizkosten. Wie hoch sie ausfallen, hängt nicht unwesentlich von den Temperaturen ab. Und diese sind zumindest teilweise ein Resultat dessen, was sich in den Luftmassen hoch über der Arktis abspielt. Hier beobachten Meteorologen derzeit ein beispielloses Ereignis: Die Daten zeigen, dass der Polarwirbel, der die kalte Polarluft über der Arktis festhält, derzeit so schwach ist wie noch nie um diese Zeit seit Beginn der Aufzeichnungen. Ein Kollaps des Polarwirbels könnte die Wettermuster auf der Nordhalbkugel über Wochen hinweg beeinflussen und kalte Luftmassen in südlichere Gebiete, also auch nach Mitteleuropa, bringen. Gesichert ist das aber keineswegs.
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Source: Der Standard
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