Debatte

Das Dilemma der Konservativen, oder: Die in der Mitte sieht man nicht

Publizist Roger de Weck ruft in seiner Schrift „Glanz und Elend der Konservativen“ zur Wiedererweckung bürgerlicher Tugenden auf. Er tut sich schwer

EPA/CLEMENS BILAN

Sauerländer, hört die Signale: Eigentlich würden konservative Grundtugenden jemandem wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in die Karten spielen. Warum sind die gemäßigten Rechten dennoch verzagt?

Wer sich einen Konservativen nennt, ist leidgeprüft – und singt auch einmal das Lob der Geringfügigkeit. Längst kämpfen Europas Volksparteien rechts der Mitte ums politische Überleben. Kein Tag in Deutschland, an dem nicht der Untergang von CDU/CSU, verkörpert in der schmalen Figur ihres sauerländischen Kanzlers, in die Titelleiste eines Mediums gehämmert wird. Dabei sind Konservative voll des Lobes für sich selbst. Ein solcher Anwohner der Mitte attestiert sich und allen Gesinnungsfreunden, Neuerer zu sein. Eben, weil er jeglichem Umsturz, überhaupt jeder Disruption, von Grund auf misstraut, besitze einzig und allein er die Kraft, Neuerungen einzuführen.

Willkommen bei DER STANDARD

Sie entscheiden darüber, wie Sie unsere Inhalte nutzen wollen. Ihr Gerät erlaubt uns derzeit leider nicht, die entsprechenden Optionen anzuzeigen.

Bitte deaktivieren Sie sämtliche Hard- und Software-Komponenten, die in der Lage sind Teile unserer Website zu blockieren. Z.B. Browser-AddOns wie Adblocker oder auch netzwerktechnische Filter.

Sie haben ein PUR-Abo?

Source: Der Standard

At a glance

Topic
World
Country
🇦🇹 AT
Publisher language
DE
Added to Allnira