Medienglosse

Aus dem Jenseits: KI, Seelsorge, Latein im "Blattsalat"

Über die spirituelle Seite des Avatargeschäfts, Political Correctness und Pflicht-Antifaschismus

Erwin Wodicka via www.imago-imag

Trauern mit "Do it yourself"-Botschaften im "Blattsalat".

Trauern ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Vor allem, seit sich auf diesem Gebiet das Geschäftsprinzip "Do it yourself" ausbreitet. Wie der "Kurier" berichtet, können in einem neuen Start-up Menschen lange, bevor sie sterben – sozusagen als Vermächtnis und letzter Wille – mit einer KI ihre eigene Grußbotschaft oder "letzte Rede" gestalten. Diese wird dann mit eigens definierten Inhalten, der selbst gewählten Musik und den entsprechenden Bildern beim Begräbnis "ausgespielt". Der oder die noch Untote kann zu diesem Zweck aus vier Produkten auswählen: die "Grußbotschaft", "Meine letzte Rede", einen neutralen "KI-Trauerredner" sowie das Format "Aus Sicht der Familie". Die Gefahr solcher Angebote besteht darin, dass sie auf den ersten Blick verlockend aussehen, im Lauf der Zeit aber auf dasselbe hinauslaufen wie bei den Bankgeschäften – man wird gezwungen, alles selber zu machen.

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Source: Der Standard

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