Jedes Jahr reisen Delegationen aus aller Welt nach Bozen, um sich hier das Südtiroler Modell der Selbstverwaltung und des Minderheitenschutzes anzusehen. Es gilt als Vorbild dafür, wie man einen Konflikt zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen friedlich lösen kann, ohne dabei Staatsgrenzen zu verschieben.
Doch trotz des respektvollen Zusammenlebens der drei anerkannten Sprachgruppen und der guten wirtschaftlichen Lage fordern manche noch immer ein »Zurück zu Österreich«. Vor allem rechte und rechtspopulistische Parteien nutzen die alten Wunden der Geschichte, machen Stimmung gegen Rom. Und sie knüpfen Kontakte ins Ausland, zur FPÖ und AfD. Gefährdet der Rechtsruck das Miteinander in Südtirol?
In dieser Podcastreihe von »Inside Austria« erzählen wir die bewegte Geschichte Südtirols, von Krieg, Unterdrückung der deutschen und ladinischen Kulturen, Zwangsaussiedlung und Attentaten. Wir wollen verstehen, was die Menschen hier geprägt hat, was sie ausmacht. Und warum Südtirol bis heute politisch umkämpft ist – und vor allem Rechte auf den Plan ruft.
In Folge drei dieser Reihe geht es um Südtirols Autonomie, darum, was sie für das Leben der Menschen dort konkret bedeutet und warum sie stetig weiterentwickelt werden muss. Und es geht darum, wie die Identitätsfrage immer wieder zum Thema wird, für Eklats sorgt und sie selbst vor Sportstars wie Jannik Sinner nicht Halt macht.
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Source: Der Spiegel · Antonia Rauth, Katharina Zingerle
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