US-Unterhändler Witkoff traf sich zu Verhandlungen über eine mögliche Friedenslösung im Ukrainekrieg in Sankt Petersburg mit Putin. Der russische Präsident meinte dabei, US-Präsident Trump schenke dem Ukrainekrieg vor allem aus humanitären Gründen besondere Aufmerksamkeit.

»Sie sprechen so viel davon, dass mein Präsident, Präsident Trump, ein Humanist sei«, erwiderte Witkoff Medienberichten zufolge: »Auch Sie sind ein Humanist, Herr Präsident. Dafür zolle ich Ihnen meinen Respekt, spreche Ihnen mein Lob aus und danke Ihnen noch einmal.« Russische Staatsmedien veröffentlichten Videos der Aussagen in den sozialen Medien.

Die Gespräche zwischen Witkoff und Putin sind nach Kremlangaben mittlerweile beendet. Das Treffen im Konstantinpalast in Sankt Petersburg habe etwa drei Stunden gedauert, melden Staatsmedien nach Kremlangaben. Über Ergebnisse ist bislang nichts bekannt.

Russlands Machthaber Wladimir Putin empfing den US-Sondergesandten Steve Witkoff – mit Abstand

Russlands Machthaber Wladimir Putin empfing den US-Sondergesandten Steve Witkoff – mit Abstand

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Kristina Solovyova / ZUMA Press / IMAGO

Witkoff spricht mit Putin über Vorschläge zu Friedenslösung

Witkoff übergab nach seinen Gesprächen in Oslo am Vortag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Europäern Dokumente mit neuen Vorschlägen für eine Friedenslösung, wie er selbst sagte. Er äußerte bei dem Treffen mit Putin seine Hoffnung auf die Wiederaufnahme von Dreiergesprächen zwischen Russen und Ukrainern unter US-Vermittlung. Es gebe derzeit ein Momentum für die Beendigung des Krieges, sagte Witkoff. Er hoffe auf konkrete Schritte für einen Friedensprozess.

Putin selbst dankte zum Auftakt des Treffens US-Präsident Trump erneut, dass er sich um eine Beendigung des Ukrainekriegs bemühe. Mit am Verhandlungstisch saßen auch Putins außenpolitischer Berater Jurij Uschakow und sein Beauftragter für internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit, Kirill Dmitrijew. Der Kreml teilt nach den Gesprächen mit, Putin habe erklärt, er sei ab Mitte November grundsätzlich zu Gesprächen mit den USA und der Ukraine bereit.

Putin erklärte außerdem, Russland lasse den seit Jahren inhaftierten US-Bürger Stephen Hubbard frei. Sein Sprecher Dmitrij Peskow meinte dazu, Putin habe die Entscheidung aus »humanitären Gründen« getroffen.

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Nach dem Treffen mit Putin wird Witkoff nun erneut in Oslo erwartet, um von Putins Reaktion zu berichten. Inhalte der neuen Vorschläge sind bisher nicht bekannt. Kremlsprecher Dmitrij Peskow sagte lediglich, dass Putin sie prüfen werde. Auch nach Treffen in der Vergangenheit zwischen Witkoff und Putin gab es in der Regel wenig Konkretes.

Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe inzwischen seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.

Die Ukraine steuert auf eine schwere Krise zu, weil sich ihr mächtigster Partner abzuwenden scheint: Wolodymyr Selenskyj wirft der Trump-Regierung vor, Abfangraketen zurückzuhalten. Für die Verteidigung wäre das verheerend. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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