Regierung und Abgeordnete betroffen Wildberger bestätigt ARD-Informationen zu Hackerangriff
Stand: 01.11.2026 • 20:59 Uhr
Nach Informationen der ARD hat es einen Hackerangriff auf Bundestagsabgeordnete und Mitglieder der Bundesregierung gegeben. Im Bericht aus Berlin bestätigte Digitalminister Wildberger den Einsatz von Spyware. Details nannte er nicht.
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat Informationen des ARD-Hauptstadtstudios bestätigt, wonach es einen Hackerangriff auf mobile Endgeräte von Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitgliedern gegeben haben soll.
Im Bericht aus Berlin sagte der CDU -Politiker, es handle sich um eine Meldung des US-Technologieunternehmens Apple, dass "bestimmte Geräte gegebenenfalls kompromittiert wurden mit sogenannter Spyware". Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe schnell reagiert und alle Betroffenen schriftlich informiert, so Wildberger.
Welche Politiker betroffen sein könnten, ist derzeit nicht öffentlich bekannt.
Apple verschickte Nachricht über Angriff mit Spyware
Der Brief des BSI liegt dem ARD-Hauptstadtstudio vor. Demnach hätten iPhones seit dem 29. Oktober eine Bedrohungsbenachrichtigung von Apple erhalten, wonach ein Angriff mit sogenannter Mercenary Spyware erkannt worden sei. Die Benachrichtigung ziele darauf ab, das iPhone zu kompromittieren. "Über den konkreten Anlass und die Hintergründe der Benachrichtigungen liegen uns derzeit keine näheren Informationen vor", schreibt das BSI.
Apple bezeichne seine Bedrohungsbenachrichtigungen als sehr zuverlässige Warnungen, dass eine Person gezielt angegriffen wurde. Ob der Angriff erfolgreich war, gehe aus der Benachrichtigung nicht hervor. Das BSI empfahl Betroffenen, "vorsorglich davon auszugehen, dass das Gerät kompromittiert sein kann".
Nach eigener Darstellung gibt Apple grundsätzlich nicht bekannt, was eine Benachrichtigung ausgelöst hat, und ordnet Angriffe keinen bestimmten Angreifern zu. Im Bericht aus Berlin machte auch Digitalminister Wildberger keine weiteren Angaben zu Details. Gleichzeitig zeigte er sich besorgt über die Berichte.
Spyware sendet Nutzerdaten ohne Zustimmung an Dritte
Spyware sind Spähprogramme, die ohne Wissen und Zustimmung des Nutzers Daten an Dritte senden. Das bekannteste Beispiel ist Pegasus der NSO Group. Solche Programme können sich eigenständig installieren ohne Zutun des Nutzers.
Laut BSI könnten Angreifer so auf Nachrichten zugreifen, einschließlich verschlüsselter Messenger, auf Anrufe, Kontakte, Kalender und Standort. Auch Mikrofon und Kamera könnten eingeschaltet werden.
Source: Tagesschau · tagesschau.de
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