Die Volkswagen AG will bis 2030 weitere 12.000 Stellen abbauen. Das teilte der Autobauer nach einem Gespräch mit Arbeitnehmern in Hannover mit.

Für die Volkswagen AG, die neben der Kernmarke auch die Komponentensparte und Konzernstellen umfasst, wurde vor zwei Jahren bereits ein Abbau von mehr als 35.000 Stellen bis 2030 verhandelt. Aus den neuen Plänen ergebe sich ein zusätzlicher Abbau in Höhe von 12.000 Stellen, teilte VW mit.

Bekannt ist auch, dass der Vorstand um VW-Chef Oliver Blume bis 2030 weltweit rund 50.000 Stellen streichen will – zusätzlich zu den bisherigen Abbauplänen im Konzern.

Der Abbau solle sozialverträglich erfolgen, heißt es. Volkswagen will dafür in der anstehenden Tarifrunde auch über die Eröffnung von Transfergesellschaften verhandeln. Das sind Übergangsstationen für Beschäftigte, deren Stelle wegfällt. Wer dorthin wechselt, bekommt Hilfe, um eine neue Arbeit zu finden, zum Beispiel durch Weiterbildungen. Die Teilnahme beruht meist auf einem Sozialplan oder einer Betriebsvereinbarung. Die Bundesagentur für Arbeit kann über das Transferkurzarbeitergeld einen Teil der Entgelte übernehmen.

Verhandlungen beginnen Ende November

Neben den Transfergesellschaften sei auch die maximale Ausschöpfung freiwilliger Austrittsinstrumente und eine Reduzierung der Arbeitskosten notwendig, teilte VW mit. Bisher setzt der Autobauer vorwiegend auf Altersteilzeit und Abfindungen.

Ziel des Unternehmens sei, Veränderungen so zu gestalten, dass Beschäftigte Wahlmöglichkeiten und Unterstützung für ihren weiteren Weg erhielten. Wie viele VW-Beschäftigte in eine Transfergesellschaft wechseln könnten, war zunächst offen. Der Schritt müsste freiwillig geschehen.

Laufzeit und Ausgestaltung solcher Gesellschaften müssten mit den Arbeitnehmern verhandelt und festgehalten werden. Das gelte auch für mögliche Abfindungen. Die Tarifverhandlungen bei Volkswagen beginnen am 24. November.

Wie VW weiter mitteilte, hält das Unternehmen am Zukunftstarifvertrag sowie der darin enthaltenen Beschäftigungssicherung bis Ende 2030 trotz der schwierigen Lage fest.

Gewerkschaft lehnt Vorschlag ab

Die IG Metall lehnt den Vorschlag zu Transfergesellschaften entschieden ab und bezeichnete den Vorschlag als einen tarifpolitischen Wortbruch ohne tragfähige Rechtsgrundlage. IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger teilte mit: »Bevor die Beitragszahler einspringen, sind die Aktionäre in der Pflicht.« Es dürfe nicht sein, dass die Allgemeinheit zahle, während die Anteilseigner weiter Dividenden kassierten.

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Die Gewerkschaft setze öffentlich geförderte Transfergesellschaften bisher vor allem bei Betriebsänderungen und Werksschließungen durch. Statt Beschäftigte dorthin zu schieben, müsse VW die Zukunft sichern, etwa mit neuen Produkten, neuen Märkten und Technologieführerschaft.

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Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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