Die Senatorin des US-Bundesstaates Virginia, L. Louise Lucas wurde von den Bundesbehörden wegen des Verdachts angeklagt, eine führende Rolle in einer kriminellen Vereinigung gespielt zu haben, die große Mengen Marihuana beschafft und vertrieben sowie die Erlöse gewaschen hat.

Laut der Anklageschrift betrieb Lucas, die sich für die Legalisierung von Marihuana eingesetzt hatte, mehrere Unternehmen, die im Bundesstaat illegale Mengen der Droge kauften und verkauften, um das Vermögen ihrer Familie zu mehren, wie unter anderem CNN  berichtet.

FBI-Direktor Kash Patel sagte, Lucas habe mithilfe »einer eng verbundenen Gruppe aus Familienmitgliedern und Geschäftspartnern« daran gearbeitet, ein »kriminelles Marihuana-Imperium« aufzubauen. Sie habe ihre »Position als Vorsitzende des Senatsausschusses für Finanzen und Haushaltsmittel genutzt, um das Unternehmen vor strafrechtlichen Ermittlungen zu schützen und die Gesetzgebung so zu beeinflussen, dass sie sich finanziell bereichern konnten«.

Als entschiedene Verfechterin der Legalisierung von Marihuana war Lucas im Jahr 2021 Mitbegründerin des Geschäfts »The Cannabis Outlet«, das Hanf- und CBD-Produkte verkauft. Zwar ist der Besitz von Marihuana in Virginia legal, doch der Verkauf der Droge für den Freizeitkonsum noch nicht.

Die Anklagepunkte, darunter Drogenhandel und Geldwäsche, wurden erhoben, nachdem das FBI im Mai das Büro von Lucas in ihrer Heimatstadt sowie einen Cannabisladen, an dem sie beteiligt ist, durchsucht hatte. Zum Zeitpunkt der Durchsuchung bezeichnete Lucas, die eine lautstarke Kritikerin der Regierung des republikanischen Präsidenten Donald Trump ist, diese als Versuch, sie einzuschüchtern.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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