Der Abstimmung war eine Verständigung der Unterhändler mehrerer Fraktionen vorausgegangen. Parallel erarbeiten die 27 EU-Mitgliedstaaten derzeit ihre gemeinsame Position. Ohne eine Einigung des Parlaments und des Rats kann keine Änderung in Kraft treten.
Die Abgeordneten des Umweltausschusses wollen, dass der CO₂-Ausstoß von Neuwagen in der EU bis zum Jahr 2035 um 87,5 Prozent im Vergleich zum Ausgangsjahr 2021 zurückgehen. Grundsätzlich sollen die Emissionen um 95 Prozent sinken – verbauen die Hersteller klimafreundlich hergestellten Stahl, dürfen sie aber um weitere 7,5 Prozentpunkte nach unten ausscheren, ohne Strafzahlungen fürchten zu müssen. Die Autoindustrie könnte damit weiter neue Verbrenner und Hybridfahrzeuge verkaufen.
Bislang ist vorgesehen, dass ab 2035 nur noch emissionsfreie Autos in der Europäischen Union zugelassen werden dürfen. Hintergrund ist das Ziel der EU, in den kommenden Jahren klimaneutral zu werden, also nur noch so viel CO₂ auszustoßen, wie auch wieder gebunden werden kann.
E-Autos sehr beliebt
Zeitgleich geht der Trend zu Stromern: Die starke Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland hat sich im Oktober erneut fortgesetzt. Rund 94.000 reine Elektroautos (BEV) wurden im vergangenen Monat neu zugelassen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mitteilte. Das seien rund 80 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Grund für die Entwicklung dürften die E-Auto-Prämie des Bundes sowie hohe Spritpreise sein.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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