Im ländlichen Norden des Bundesstaates New York ist ein Kind nach einer Maserninfektion gestorben. Wie die Behörden am Montag mitteilten, ist dies der erste Todesfall durch diese Krankheit in dem Bundesstaat seit 30 Jahren. Das Kind verstarb im Lewis County, etwa 150 Kilometer nördlich von Syracuse, so New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul.

Die Demokratin bezeichnete den Tod des Kindes als »verheerende Mahnung, was auf dem Spiel steht, wenn in Washington jahrzehntelange Fortschritte beim Schutz der US-Bevölkerung vor vermeidbaren Krankheiten bewusst untergraben werden«.

Notstand nach Masernanstieg

Hochul hatte bereits Anfang Oktober den Notstand angesichts der steigenden Maserninfektionen ausgerufen. Dies ermögliche dem Bundesstaat, schneller auf den Ausbruch zu reagieren und gestatte medizinischem Fachpersonal, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um mehr Einwohner New Yorks bei Bedarf impfen und testen zu lassen. Die entsprechende Anordnung erweiterte den Kreis der Personen, die Masernimpfungen verabreichen dürfen. Zudem wurde Pflegekräften die Befugnis eingeräumt, gemeinsam mit Ärzten Tests in Auftrag zu geben.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat für das laufende Jahr bereits drei Todesfälle im Zusammenhang mit Masern in den USA bestätigt. Die Gesundheitsbehörden der einzelnen Bundesstaaten melden jedoch höhere Zahlen. So haben die Gesundheitsbehörden in Pennsylvania in diesem Jahr bereits fünf Todesfälle gemeldet und untersuchen einen möglichen sechsten Fall.

Kennedy Jr. in der Kritik

In den USA konnte die Ausbreitung von Masern im Jahr 2000 gestoppt werden, indem hohe Impfraten aufrechterhalten wurden. In den vergangenen Jahren sind diese Raten jedoch unter die Marke von 95 Prozent gesunken – ein Wert, der notwendig ist, um Ausbrüche der Viruserkrankung zu verhindern.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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