Bei einem Hackerangriff auf das US-Heimatschutzministerium haben Aktivisten nach eigenen Angaben Kontaktdaten von über 41.000 Beschäftigten entwendet. Die Daten sollen unter anderem Namen, Dienststellen, Kontaktdaten und Aufgabenbereich enthalten, wie mehrere US-Medien aus einer Mitteilung der Gruppe zitierten, die sich selbst »Department of Peace« nennt.

Es ist bereits der dritte große Datenleck-Vorfall bei Regierungsbehörden, der im vergangenen Monat für Schlagzeilen sorgte. Dieses Mal wurden offenbar unter anderem Daten von Beamten der Einwanderungsbehörde ICE preisgegeben, teils auch Identitäten verdeckter Ermittler.

Das Ministerium teilte auf Anfrage mit, es wisse von einer »möglichen Sicherheitsverletzung« und arbeite daran, »die Situation zügig und effektiv zu klären«. Man nehme es sehr ernst, wenn die Sicherheit von Mitarbeitern bedroht sei und arbeite daran, Mitarbeiter angemessen zu schützen, hieß es.

Aktivisten gegen rigorose Abschiebepolitik

Die Hacker rechtfertigen den Angriff damit, dass »Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums über unsere Informationen verfügen, daher ist es nur fair, dass wir über ihre verfügen«, hieß es in der Mitteilung. Die Daten könnten dazu genutzt werden, »weiteren Schaden durch das Heimatschutzministerium abzuwenden«.

Sowohl die »Washington Post«  als auch der Sender NBC News  konnten nach eigenen Angaben Teile der Daten verifizieren. Das DHS beschäftigt nach eigener Darstellung 260.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Von dem Leak wäre also fast ein Sechstel der Belegschaft betroffen. Neben der Migrationsbehörde ICE gehören auch die Grenzschutzbehörde CBP sowie die für Flughafensicherheit zuständige TSA zum Heimatschutzministerium.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

At a glance

Topic
World
Country
🇩🇪 DE
Publisher language
DE
Added to Allnira