Die Niederlage bei den US-Midterms hat erste personelle Konsequenzen im Weißen Haus: Trumps Stabschefin Susie Wiles muss gehen. Ihr Nachfolger steht schon fest – der bisherige Stellvertreter Stephen Miller.
06.11.2026, 20.11 Uhr
Susie Wiles und Donald Trump bei der Wahlparty der Republikaner 2024
Foto: Joe Marino / UPI Photo / IMAGOUS-Präsident Donald Trump feuert nach der krachenden Wahlniederlage der Republikaner seine Stabschefin Susie Wiles. Trump dankte der 69-Jährigen in seinem Onlinedienst Truth Social für ihre »großartige Arbeit«. Am Montag übernimmt demnach der bisherige Vizestabschef im Weißen Haus, Stephen Miller, den Leitungsposten.
Bei den Kongresswahlen hatten die Republikaner ihre Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus an die Demokraten verloren. Das ist ein verheerendes Ergebnis für Trump, der die Wahlen zu einer Abstimmung über seine Politik gemacht hatte. Seither laufen Positionskämpfe in der Republikanischen Partei um die künftige Ausrichtung. Zudem gingen Spekulationen los, ob Trump sein Kabinett und seinen Machtzirkel im Oval Office umbauen wird.
Wiles ist nun offensichtlich der erste Fall. Sie soll allerdings im politischen Umfeld Trumps bleiben. Wiles habe bereits am Donnerstagabend ihren Rücktritt eingereicht, berichtete der US-Sender CBS News unter Berufung auf einen Insider.
Wiles galt als diskret
Als Stabschefin war Wiles verantwortlich dafür, den Regierungsalltag des Präsidenten zu organisieren. Die 69-jährige politische Strategin gilt als extrem loyal und diskret. Wiles war die erste Frau auf dem Posten und war zuvor unter anderem Trumps Wahlkampfmanagerin.
In den Fokus der Öffentlichkeit geriet Wiles im Dezember wegen eines Artikels der »Vanity Fair«. Wiles hatte darin überraschend unverblümt und auch harsch über ihren Chef geurteilt. Trump habe die »Persönlichkeit eines Alkoholikers«, sagte sie beispielsweise. Das Magazin zitierte an dieser Stelle nicht den kompletten Satz aus dem Gespräch. Wiles warf dem Magazin später vor, Aussagen aus dem Kontext gerissen zu haben.
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esk/AFP/dpa
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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