Sandra Hüllers internationale Erfolgssträhne geht weiter: Die 48-jährige Schauspielerin hat mit ihrer Rolle in dem Drama »Vaterland« Chancen auf einen wichtigen US-Filmpreis. Gleich dreifach nominiert ist zudem die österreichische Regisseurin und Drehbuchautorin Sandra Wollner mit dem Drama »Everytime«. Die Gotham Awards gelten als Auftakt der US-Filmpreis-Saison, die im kommenden März mit der Oscarverleihung endet.

»Everytime« erzählt von Ella und ihrer jüngeren Tochter Melli, die ein Jahr nach dem plötzlichen Tod der älteren Tochter Jessie versuchen, ihren Alltag zu bewältigen. Wollner gewann bei den Filmfestspielen in Cannes den Hauptpreis der Sektion »Un Certain Regard«. »Everytime« wurde hauptsächlich in Deutschland produziert.

Mit jeweils vier Nominierungen führen die Filme »All of a Sudden«, »Clarissa«, »The Invite«, »La Gravida« sowie »Tender Loving Care« den diesjährigen Wettbewerb um die Gotham Awards an. Unter den zehn nominierten Schauspielerinnen und Schauspielern in einer Hauptrolle sind Julianne Moore (»The Debut«), John Malkovich (»Wild Horse Nine«) und Andrew Scott (»Elsinore«).

Die Auszeichnungen werden von einer Gruppe von Filmschaffenden und Kritikern bestimmt. Die feierliche Verleihung der Auszeichnungen ist für den 30. November in New York geplant. Schon seit 1991 werden die Gotham Awards verliehen.

Zu früheren Gotham-Award-Gewinnern, die später auch den Oscar in der Top-Sparte »Bester Film« holten, zählen unter anderem »Moonlight«, »Spotlight«, »Birdman«, »Nomadland« und »Everything Everywhere All at Once«. Im vorigen Jahr erhielt der Politthriller »One Battle After Another« den Gotham Award als bester Film des Jahres und räumte später bei den Oscars sechs Trophäen ab, darunter als »Bester Film« und für Regie.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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