Die Siedlung wurde demnach mehrfach bombardiert. Ukrainischen Behörden zufolge nutzte Russland dafür Gleitbomben. Sie werden von russischen Kampfflugzeugen aus großer Höhe und sicherer Entfernung zur ukrainischen Flugabwehr abgeworfen und gleiten dann per Satellitennavigation ins Ziel. Insgesamt seien mehr als zehn Bomben abgeworfen worden. Eine schlug Selenskyj zufolge direkt in einem Luftschutzkeller ein. Komyschuwacha befindet sich etwa 25 Kilometer östlich von Saporischschja und ist gut ein Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Die frontnahe Region Saporischschja ist seit Monaten immer wieder Ziel schwerer russischer Bombardements. Bei einem Angriff auf die Großstadt Saporischschja Mitte Oktober wurden 23 Menschen getötet, darunter vier Minderjährige. Bereits da hatte Selenskyj Vorwürfe gegen Moskau erhoben. Russland greift immer wieder auch Lagergebäude in der Region an, unter anderem mit ballistischen Raketen, Drohnen und eben Gleitbomben.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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