Präsident Selenskyj auf einem Truppenübungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Patriot-System (Juni 2024): »Erst in einigen Jahren« Präsident Selenskyj auf einem Truppenübungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Patriot-System (Juni 2024): »Erst in einigen Jahren«

Präsident Selenskyj auf einem Truppenübungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Patriot-System (Juni 2024): »Erst in einigen Jahren«

Foto: Jens Büttner / dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor langen Lieferzeiten eines Waffensystems aus den USA gewarnt. Er nannte die Liefergenehmigung des US-Außenministeriums für weitere Patriot-Abfangraketen bei X eine »starke Entscheidung«. Allerdings könnten die Lieferungen »erst in einigen Jahren« beginnen.

Selenskyj schrieb: »Wir bitten unsere amerikanischen Partner, eine Lösung für die Zeit zu finden, in der wirklich Gefahr besteht und PAC-3-Abfangraketen gebraucht werden.«

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Externen Inhalt anzeigen

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Er schlug vor, dass die USA und europäische Verbündete zunächst Raketen aus ihren Beständen an die Ukraine abgeben und diese später durch die neu bestellten Waffen ersetzen.

Systeme vom Typ Patriot gelten als besonders wirksam bei der Abwehr ballistischer Raketen, die Russland in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine einsetzt.

Milliardenauftrag genehmigt

Das US-Außenministerium hatte zuvor den Verkauf von 500 Flugabwehrraketen vom Typ Patriot an die Ukraine genehmigt. Der Auftrag habe einen Wert von geschätzt gut 2 Milliarden Dollar, teilte das Ministerium mit.

Die Ukraine werde die Raketen mit Beiträgen aus Kanada, Deutschland und Norwegen sowie mit nationalen Mitteln aus dem Ukraine-Unterstützkredit der Europäischen Union bezahlen, heißt es in der Erklärung weiter. »Es werden keine US-Mittel eingesetzt«, hieß es aus Washington.

Seit Trumps Amtsantritt Anfang 2025 haben die USA ihre direkten Militärhilfen für die Ukraine deutlich zurückgefahren. Über den »Purl-Mechanismus« können Nato-Staaten und andere Verbündete jedoch Waffenpakete im Wert von jeweils 500 Millionen Dollar in den USA für Kiew kaufen.

Hauptauftragnehmer ‌für den Verkauf der Patriot-Abfangraketen ist der Rüstungskonzern Lockheed Martin. Die lange Lieferzeit hängt mit den Produktionskapazitäten der Firma zusammen, sie will diese ausweiten.

Mehr zum Thema

  • 5 Min

  • 4 Min

  • 2 Min

  • 8 Min

Der ukrainische Präsident hatte Anfang der Woche erklärt, sein Land warte seit fast einem Monat auf die Genehmigung der Raketenlieferungen. Er hatte die USA wiederholt aufgefordert, die Lieferungen vor dem Winter zu beschleunigen.

In den vergangenen Wochen war das Verhältnis zwischen der Ukraine und den USA merklich abgekühlt. So teilte Selenskyj mit: »Wenn Raketenlieferungen für die ukrainische Verteidigung blockiert werden, während Sanktionen gegen Russland gelockert werden, dann ist das leider eine Verleugnung der Realität durch unsere Partner.« US-Präsident Donald Trump bezeichnete Selenskyj daraufhin als ahnungslos und »keine echte Hilfe« bei den Friedensbemühungen.

jpz/Reuters/AFP

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

At a glance

Topic
World
Country
🇩🇪 DE
Publisher language
DE
Added to Allnira