Die Angriffe sollen während der Ausgabe von Hilfsgütern erfolgt sein – gezielt auf Schutzräume einer Schule: In Komyschuwacha in der Region Saporischschja habe es mehrere russische Attacken gegeben, teilte der örtliche Gouverneur Mychailo Semikin am Montag auf Telegram mit. Bei den Angriffen sind mindestens 26 Menschen getötet worden.

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Angriffe hätten auf eine Schule abgezielt, die zu »humanitären Zwecken« genutzt worden sei. »Menschen haben dort humanitäre Hilfe erhalten«, teilte er mit Blick auf die getroffene Schule mit. Jeden Montag seien dort Hilfsgüter ausgegeben worden, und die Russen hätten genau in dem Moment angegriffen, als die ersten Menschen dort eintrafen.

Ein zweiter Luftangriff habe einem Schutzraum gegolten, in dem sich Menschen in Sicherheit gebracht hätten, fügte der Präsident hinzu.

Von ukrainischen Rettungsdiensten veröffentlichte Bilder zeigen ein ehemaliges Gebäude, das zu rauchenden Trümmern zerfallen war, sowie Rettungskräfte, die vor Ort im Einsatz sind. Unter den Getöteten sind Gouverneur Semikin zufolge »ein Polizeibeamter und zwei Rettungskräfte des staatlichen Rettungsdienstes«.

»Ein komplett gegensätzliches Signal«

Selenskyj bezeichnete die Angriffe als »entsetzlich«. Sie würden zudem Hoffnungen zerstören, dass mit Russland »Fortschritte hin zum Frieden« möglich seien. »Nach der humanitären Operation in Oleschky gab es einen Moment, an dem die nächsten Schritte hätten zeigen können, dass Fortschritte hin zum Frieden möglich sind«, erklärte Selenskyj. »Mit diesen Tötungen sendet Russland ein komplett gegensätzliches Signal aus: Russland setzt auf mehr Tötungen.«

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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