Die Spitze seines langen Schwerts steckt im Schlund eines Drachen: Der Georgsbrunnen vor der Stiftskirche von Tübingen ist ein Wahrzeichen der Stadt. In der Nacht zu Sonntag wurde er Schauplatz eines rätselhaften Angriffs, wie die Polizei mitteilte. Unbekannte kippten demnach drei Säcke mit insgesamt 15 Kilogramm trockenem Zement in den Brunnen.
Eine Passantin beobachtete die Tat gegen 2.15 Uhr und alarmierte die Polizei. Nach ihren Angaben waren drei Männer mit fünf Fünfkilosäcken unterwegs. Drei davon schütten sie in den Brunnen. Mit den beiden übrigen seien sie davon gegangen.
Ob ein Schaden entstand, ist noch unklar
Die Verdächtigen seien nach Angaben der Frau 25 bis 30 Jahre alt, so die Polizei. Alle drei sollen schwarze Winterjacken getragen haben. Einer der Männer hatte den Angaben zufolge blonde Locken. Viel mehr wisse man bislang nicht über das rätselhafte Zementkommando, so die Polizei.
Der Georgsbrunnen wurde zunächst außer Betrieb genommen, das Wasser abgestellt. Die Sorge: Das Zementpulver könnte sich im Wasserkreislauf verteilen. Inzwischen läuft das Wasser laut »Südwest Presse« wieder. Ob der Zement Schaden angerichtet hat, sollen nun Experten klären.
Für ein weiteres Rätsel sorgt ein Geldbeutel, der in unmittelbarer Nähe des Brunnens gefunden wurde. Er gehört einem 27-Jährigen. Ob der Mann mit der Tat etwas zu tun hat oder sein Portemonnaie nur zufällig am Tatort verlor, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Polizei.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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