Zwei lange Einzelzeitfahren, drei Bergankünfte und ein erneutes Montmartre-Spektakel beim Finale in Paris: Die 114. Tour de France hat im kommenden Jahr mit 3479 Kilometern von Edinburgh bis zu den Champs-Élysées und 53.400 Höhenmetern einiges zu bieten, wenngleich der fünfmalige Champion Tadej Pogačar sicher einen noch schwereren Parcours erhofft hätte.

Der slowenische Superstar muss womöglich bis zur neunten Etappe auf das Gelbe Trikot warten, wenn die erste Bergankunft am Grand Colombier ansteht. Das wurde auf der Streckenpräsentation im Palais des Congres in Paris bekannt.

Weitere Bergankünfte warten in Les Saisies und in den Pyrenäen am Col du Portet. Die 18. Etappe ist mit 5400 Höhenmetern und der Überquerung des Tourmalet zugleich die Königsetappe. Zu den Highlights gehören auch die Bergetappen nach Sallanches, wo im nächsten Jahr zugleich das WM-Rennen stattfindet, und das knifflige Teilstück im Zentralmassiv nach Mende. Der brachiale Schlussanstieg ins Skigebiet Alpe d'Huez fehlt hingegen.

Neben Pogačar sollte auf diesem Terrain auch der zweimalige Tour-Champion Jonas Vingegaard dennoch wieder zu den Favoriten gehören.

Tour-Chef Christian Prudhomme: »Die hohen Berge sind wieder die Essenz der Tour, aber wir haben auch die meisten Zeitfahr-Kilometer seit 2012«

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Foto: Christophe Petit Tesson / EPA

Ist Lipowitz dabei?

Eine Strecke, die auch Florian Lipowitz gefallen dürfte. Red-Bull-Teamchef Ralph Denk hatte einen Start des Tour-Dritten von 2025 zuletzt jedoch offengelassen, zumal Zeitfahr-Weltmeister Remco Evenepoel nach Platz zwei in diesem Jahr die Kapitänsrolle für sich beanspruchen dürfte. Mit zwei Zeitfahren über insgesamt 71 Kilometer ist der Anreiz für den Belgier besonders groß. Womöglich ist der Giro d’Italia ein Ziel für Lipowitz.

Los geht es am 2. Juli, dieses Mal an einem Freitag, in Edinburgh. Denn nach jeweils einer Etappe in Schottland, England und Wales steht aufgrund des Transfers schon der erste von drei Ruhetagen an. Es ist bereits der fünfte Auslandsstart in sechs Jahren.

Beim Finale am 25. Juli in Paris kommt es wie in den vergangenen beiden Jahren zum Montmartre-Spektakel. Durch die dreimalige Überquerung des »Künstlerhügels« ist ein reines Sprint-Finale auf den Champs-Élysées unwahrscheinlicher. Im vergangenen Jahr setzte sich Klassiker-Spezialist Mathieu van der Poel hauchdünn vor den Sprintern durch, nachdem er mit Pogačar ausgerissen war.

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Sportlerinnen fahren von Leeds zum Puy de Dôme

Die Tour de France Femmes startet am 30. Juli ebenfalls in Großbritannien. Nach dem Start in Leeds gibt es drei Etappen auf der Insel, mit einem Teamzeitfahren in London zum Abschluss als Höhepunkt. Dann geht es in Frankreich weiter.

Höhepunkt ist die Bergankunft auf der letzten Etappe am 8. August auf dem Puy de Dôme. Auf dem enorm steilen Vulkanberg im Zentralmassiv dürfte auch die deutsche Vorjahresvierte Antonia Niedermaier besonders gefordert sein.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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