Herzogin Meghan im April 2026 in Melbourne, Australien Herzogin Meghan im April 2026 in Melbourne, Australien

Herzogin Meghan im April 2026 in Melbourne, Australien

Foto: Jonathan Brady / Getty Images

Der Vater von Herzogin Meghan, Thomas Markle, soll sexualisierte Aufnahmen von Kindesmissbrauch besitzen oder besessen haben. Das behauptet sein Sohn, Thomas Jr., in einem Interview. Nun hat sich Meghan dazu geäußert: In einer Stellungnahme zeigte sich die 45-Jährige »zutiefst bestürzt« von den Berichten.

In dem Statement, aus dem mehrere britische Medien zitieren, heißt es, sie sei bereits 2018 von britischen Sicherheitsbehörden über »verstörende Vorwürfe« gegen ihren Vater informiert worden. Die Anschuldigungen seien »abscheulicher, als man sich je vorstellen konnte«. Sie hoffe, »dass der Gerechtigkeit vollständig Genüge getan wird und die Sicherheit und der Schutz unschuldiger Kinder die Priorität bleibt«. Ihre Gedanken seien »bei allen Kindern, denen möglicherweise Schaden zugefügt wurde«, so die Frau von Prinz Harry.

Philippinische und US-Behörden involviert

Den Vorwürfen nach soll Markle Sr. in seinem früheren Haus auf den Philippinen eine große Menge Materials vom Missbrauch von Kindern zurückgelassen haben, wie die britische Boulevardzeitung »The Sun«  unter Berufung auf dessen Sohn berichtet. Markle Sr. wies die Vorwürfe im Interview mit der »Daily Mail« zurück und bezeichnete sie als »kranke Lügen«.

Thomas Markle 2020 bei einem TV-Interview

Thomas Markle 2020 bei einem TV-Interview

Foto: dpa

Ein Staatssekretär im philippinischen Justizministerium bestätigte der Nachrichtenagentur dpa, dass eine Anzeige gegen den 82-Jährigen derzeit untersucht werde. Zuständig sei eine Taskforce gegen Menschenhandel und sexuellen Kindesmissbrauch im Internet in Cebu, sagte er. Inzwischen lebt Markle Sr. wieder in den USA. Auch dort sollen Ermittlungen eingeleitet werden.

Bruch mit Meghans Vater, um die Kinder zu schützen?

Meghan erhielt die Informationen über ihren Vater nach eigenen Angaben von der Londoner Metropolitan Police und einer für den Schutz der Royals zuständigen Einheit. Ihr sei damals versichert worden, dass die darin enthaltenen Vorwürfe untersucht würden, teilte sie mit.

Meghan Markle und der damalige Prinz Charles kommen in der St.-Georgs-Kapelle an, links Prinz Harry

Meghan Markle und der damalige Prinz Charles kommen in der St.-Georgs-Kapelle an, links Prinz Harry

Foto: Jonathan Brady / PA Wire / dpa

Harry und Meghan hatten den Kontakt zu Markle Sr. 2018 wegen, wie es zur Begründung hieß, dessen Nähe zu Boulevardmedien verloren. Zum Bruch war es kurz vor der Hochzeit gekommen, zu der er dann nicht erschien. Er war überführt worden, kurz vor der Vermählung Paparazzi-Fotos inszeniert zu haben – gegen Bezahlung. Markle Sr. gab damals an, er habe aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Hochzeit teilnehmen können. Eigentlich war vorgesehen, dass er seine Tochter zum Altar führen soll. Diese Aufgabe erfüllte schließlich ihr Schwiegervater König Charles, damals noch Thronfolger.

In der jetzt veröffentlichten Stellungnahme erklärte Meghan, sie »hoffe, dass nun verständlich wird, dass – trotz der Verzerrungen durch einige Medienberichte im Laufe der Jahre – jede Distanz zu meinem Vater und meine Entscheidung, ihm den Kontakt zu unseren Kindern zu verweigern, nur einem Grund diente: sie zu schützen.«

»Als ich dieses Material fand, war ich entsetzt«

Meghans Halbbruder Thomas Jr. gab an, Kontakt zur Polizei auf den Philippinen aufgenommen zu haben, nachdem er in dem Haus seines Vaters entsprechende Bilder und Videos gefunden habe. Zudem habe er seine Funde im Juli den Behörden in den USA gemeldet. »Als ich dieses Material fand, war ich entsetzt. Mir blieb keine andere Wahl, als meinen Vater zu verraten«, sagte er der »Sun«. Er habe sich stets um seinen schwer kranken Vater gekümmert, wolle nun aber »nie wieder« mit ihm sprechen – außer, er müsse vor Gericht gegen ihn aussagen.

Thomas Markle Jr.

Thomas Markle Jr.

Foto: Donaldson Collection / Getty Images

Markle Sr. sagte zur »Daily Mail «, er sei »schockiert und verletzt und sehr bestürzt darüber, dass mein Sohn diese Anschuldigungen gegen mich erhebt.« Er könne »niemals das tun, was mir vorgeworfen wird.« Weiter erklärte er demnach: »Das ist das Schlimmste, dessen man mich beschuldigen kann.«

Die älteste Tochter von Thomas Sr. und Halbschwester von Meghan, Samantha, sagte ebenfalls zur »Daily Mail«, sie sei »empört«: »Diese widerlichen Anschuldigungen sind völlig haltlos, und mein Bruder ist abscheulich, weil er sie erfunden hat. Er will unseren Vater zerstören.« Samantha Markle, die ihren Vater eigenen Angaben nach in den USA pflegt, behauptete zudem, Thomas Sr. habe jüngst »Zahlungen« an seinen Sohn eingestellt: »Er hat meinen Vater jahrelang ausgenutzt, und als das Geld ausblieb, hat er sich die haarsträubendsten Lügen ausgedacht, um in den Medien Geld zu verdienen.«

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Sie wies zudem darauf hin, dass die genannten Computer auf den Philippinen seit zwei Jahren mehr oder weniger unbeobachtet in dem früheren Haus des Vaters stünden und theoretisch manipuliert werden könnten.

Ehepaar Sussex seit Kurzem zurück in Großbritannien

Harry und Meghan waren Ende August nach sechsjähriger Abwesenheit mit ihren beiden Kindern Archie und Lilibet überraschend aus den USA nach Großbritannien zurückgekehrt. Das Paar hatte sich Anfang 2020 im Zuge eines Zerwürfnisses mit der königlichen Familie von seinen königlichen Pflichten zurückgezogen.

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Die vergangenen Jahre hatte die Familie in Meghans Heimat Kalifornien gelebt. Dort kam auch Tochter Lilibet 2021 zur Welt. Sohn Archie war 2019 noch in Großbritannien geboren worden.

mkh/AFP/dpa

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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