Die vergangenen zwei Wochen waren für Star-Trek-Fans schmerzhaft wie nach einer verlustreichen Schlacht: Innerhalb weniger Tage verstarben Walter Koenig (90), der als Pavel Chekov ab 1967 auf der Original-Enterprise diente, sowie Patrick Stewart (86), der als Captain Picard mit der Next-Generation-Enterprise ab 1987 den Weltraum erforschte.
Walter Koenigs Figur war dabei futuristisch: Mitten im Kalten Krieg und dem Wettlauf ins All zwischen den USA und der Sowjetunion war in der multikulturellen Enterprise-Crew ein Russe als wichtiger Offizier sehr ungewöhnlich. Chekov, der stets mit einem russischen Akzent sprach, wurde mit der zweiten Staffel ein Crewmitglied des Raumschiffs Enterprise. Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry suchte ein junges Gesicht, um jüngere Leute mit der Serie anzusprechen.
Das Ost-West-Spannungsfeld wurde öfters mal aufs Korn genommen. Chekov betonte immer wieder an allerlei möglichen und unmöglichen Beispielen, dass die Redewendung oder das alkoholische Getränk einen russischen Ursprung habe. Am gelungensten wurde der Konflikt allerdings im Kinofilm „Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart“ verulkt. Da reist die Enterprise-Crew ins Jahr 1986 zurück und sucht in San Francisco den Flugzeugträger Enterprise. Das Gesicht des Streifenpolizisten sprach akzentfrei Bände, als Chekov ihn mit russischem Akzent fragte, wo der Atom-Flugzeugträger Enterprise zu finden sei.
Bei Patrick Stewart hingegen war der britische Akzent auf den ersten Blick hinderlich für die Rolle. Captain Jean-Luc Picard war eigentlich als Franzose angelegt, aber das störte die Produzenten nicht. Vielmehr waren sie überzeugt von den Fähigkeiten des Schauspielers, der sein Handwerk auf Shakespeare-Bühnen erlernte.
Die Figur des Jean-Luc Picard war in den ersten Staffeln zunächst eher hölzern, mit der Zeit wuchs der Einfluss Stewarts auf die Figur Picard. Stewart selbst wurde von ihr allerdings auch beeinflusst. In einem Interview mit der BBC meinte Stewart dazu: „Durch die Darstellung von Jean-Luc Picard wurde ich zu einem besseren Zuhörer, als ich es je zuvor gewesen war, denn das ist eine der Eigenschaften, die er hervorragend beherrscht.“
Mit einem kleinen Quiz ehren wir die beiden Schauspieler. Es ist ein wenig zum Schmunzeln dabei und Picard und Chekov sind sicherlich das Hauptthema, aber abseits der Figuren sind auch einige Fragen zum Wochenende dabei.
Die #heiseshow hatte drei Fragen parat: heise online Chef Dr. Volker Zota und Redakteur Malte Kirchner gerieten doch sehr ins Grübeln, angesichts der intergalaktischen Kopfnüsse.
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(mawi)
Source: Heise · Markus Will
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