Ted Bundy zählt zu den berüchtigtsten Serienmördern der Vereinigten Staaten. Zwischen 1974 und 1978 ermordete er in den US-Bundesstaaten Washington, Colorado, Orgeon, Idaho, Florida und Utah mindestens 30 junge Frauen und Mädchen.
Die Ermittlungsbehörden im US-Bundesstaat Utah ist es nun gelungen, Bundy mithilfe modernster DNA-Technologie mit einem weiteren Mord in Verbindung zu bringen: Es geht um die 17-jährige Melissa Ann Smith, deren Leiche am 27. Oktober 1974 in einem Waldstück im Salt Lake County von Jägern entdeckt wurde. Die Tochter eines örtlichen Polizeichefs wurde vom Täter vergewaltigt und gefoltert.
Erst im April hatten die Ermittler die Teenagerin Laura Ann Aime als ein weiteres Opfer des Serienmörders identifiziert. Die in diesem Fall gesammelten Beweise trugen anschließend dazu bei, auch den Mord an Melissa Ann Smith aufzuklären.
Sheriff Jake Hall aus Utah County umarmt die Schwester der ermordeten Laura Ann Aime: Traurige Gewissheit nach Jahrzehnten
Foto: Isaac Hale / The Deseret News / APVor seiner Hinrichtung im Jahr 1989 hatte Bundy gestanden, zwei weitere Teenagerinnen in Utah getötet zu haben. Er wird mit mindestens 30 Morden in den gesamten USA in Verbindung gebracht.
»Mit jedem abgeschlossenen Fall die Erinnerung an Ted Bundy auslöschen«
Bei einer Pressekonferenz am Dienstag sagte Sergeant Mike Reynolds vom Utah County, dass in dem US-Bundesstaat noch weitere Fälle im Zusammenhang mit Bundy untersucht würden. »Mögen wir mit jedem abgeschlossenen Fall die Erinnerung an Ted Bundy auslöschen.« Sheriff Rosie Rivera aus Salt Lake County hofft jetzt auf die Klärung weiterer ungelöster Kriminalfälle. »Die Forensik entwickelt sich jeden Tag weiter, und wir haben die Möglichkeit, diese Fälle immer wieder neu zu untersuchen«, sagte sie. Deshalb sei es wichtig, »Beweismittel auch nach Jahrzehnten noch aufzubewahren«.
Im April bezifferte der Leiter des Utah Bureau of Forensic Services in der »Salt Lake Tribune« die Zahl der ungelösten Fälle im Bundesstaat auf 444 – davon 258 Mordfälle.
Mit Charme und Tricks die Opfer angelockt
Ted Bundy sprach seine Opfer häufig an öffentlichen Orten an, erschlich sich ihr Vertrauen mit seinem Charme oder einer vorgetäuschten Verletzung und lockte sie dann an abgelegene Orte, um sie dort zu töten. Er wurde erstmals 1975 wegen der Entführung einer Frau verhaftet und zu 15 Jahren Haft verurteilt. Doch 1977 floh er, indem er aus einem Fenster der Gefängnisbibliothek sprang. Er wurde acht Tage lang festgehalten, floh dann jedoch erneut und tötete weiter.
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Bei der Wahl seines letzten Opfers machte Bundy einen folgenschweren Fehler: Ein junges Mädchen aus Florida, das er 1978 vergeblich zum Einsteigen in sein Auto zu überreden versuchte, war die Tochter eines Polizisten. Sie merkte sich das Kennzeichen von Bundys weißem Kleinbus, der – so stellte sich heraus – gestohlen worden war. Die sofort eingeleitete Fahndung war erfolgreich, Bundy wurde zum Tode verurteilt und 1989 hingerichtet.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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