Stevland Morris, besser bekannt als Musiker Stevie Wonder, hat in Los Angeles Klage gegen eine Frau eingereicht, die offenbar seit 1988 kostenlos in einem seiner Häuser in Los Angeles lebt. Carmen Efferson verweigerte der Anklageschrift zufolge im Juli dieses Jahres Gutachtern den Zutritt zum Haus. Im August habe sie das Anwesen trotz einer 30-tägigen Kündigungsfrist nicht verlassen.
Wonder und Efferson führten Berichten zufolge einst eine Beziehung und waren zeitweise verlobt. 1988 hatten sie offenbar eine mündliche Vereinbarung getroffen, nach der sie das Gebäude mietfrei bewohnen dürfe. Vertreter des Musikers hätten mehrfach versucht, das Haus zu betreten, um Versicherungen zu aktualisieren.
Wie die »Los Angeles Times« berichtet, geht aus einem E-Mail-Verkehr zwischen Efferson und Wonders Anwältin hervor, dass die Frau sich »belästigt« fühle. Die Anwältin solle ihren »rassistischen, kaltherzigen Tonfall« unterlassen. Offenbar war Efferson davon ausgegangen, mit einem weißen Mann zu kommunizieren, und sprach von »weißem, männlichem Privileg«. Ein weiteres Mitglied aus Wonders Team reagierte: Die Anwältin sei weder »rassistisch, kaltherzig, weiß noch männlich«.
Wonders Anwälte geben an, Efferson im Oktober erneut drei Tage Zeit gegeben zu haben, das Haus zu verlassen. Außerdem habe sie mehrere Aufforderungen, ihre Türen für eine Besichtigung des Gebäudes zu öffnen, ignoriert. Nun ist der Fall vor einem Gericht in Los Angeles gelandet. Ziel der Klage ist offenbar das Ende des Mietverhältnisses, Übernahme der Anwaltskosten sowie Schadensersatz in Höhe von 600 US-Dollar.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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