Vor etwa einem Jahr sprach ich mit ihm auf einer Geburtstagsfeier. Er war frisch in Rente gegangen und erzählte von dem Glück, das er im Joballtag stets verspürt hatte.

Als was er gearbeitet hat? Fahrradkurier, Barkeeper, Polizist. Er habe nie eine Sache lange machen wollen, erzählte er. Habe immer Lust auf Neues gehabt.

Ich kann nicht leugnen, dass ich Menschen spannend finde, deren Leben unerwartete Wendungen genommen haben. Menschen, die auf ihr Herz oder ihr Bauchgefühl hörten und sich etwas trauten, statt auf eine stabile Rente in einem Unternehmen hinzuarbeiten.

Doch das ist eine privilegierte Sicht auf unsere Arbeit. »Wer zum Mindestlohn und unter viel Stress ackert, um die steigende Miete bezahlen zu können, hat möglicherweise gar nicht den Luxus, sich um Sinnhaftigkeit Gedanken zu machen«, schreibt unsere Kolumnistin Sara Weber. Denn diesen Luxus muss man sich leisten können. Mehr als die Hälfte der 15- bis 54-Jährigen sagen in einer aktuellen Umfrage: »Ich würde so schnell wie möglich mit meinem beruflichen Arbeiten aufhören, wenn ich es finanziell nicht mehr nötig hätte.« Warum diese Haltung gegenüber der eigenen Arbeit völlig in Ordnung ist, lesen Sie in unserem Text der Woche .

Eine schöne Auszeit von der Lohnarbeit mit dieser Lektüre wünscht

Lukas Hildebrand, Redakteur SPIEGEL Start

Arbeiten nur fürs Geld: Nicht das Gleiche wie keine Lust auf Arbeit

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AUDSHULE / Stocksy

Personio-CEO Hanno Renner: Er hat einen gut durchgetakteten Kalender

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Robert Fischer / manager magazin

»Nach einem Vorstellungsgespräch nur einen Zweizeiler per E-Mail zu schicken, ist feige.«

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Oleksandr Briagin / iStockphoto / Getty Images

Organisationspsychologe Grant: »Es ist ein menschliches Grundbedürfnis, von anderen gesehen und gebraucht zu werden«

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Jake Rosenbreg

Source: Der Spiegel · Lukas Hildebrand

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