Jugendliche hören gemeinsam Musik: Mit Freunden darf man seinen Spotify-Account aber nicht teilen Jugendliche hören gemeinsam Musik: Mit Freunden darf man seinen Spotify-Account aber nicht teilen

Jugendliche hören gemeinsam Musik: Mit Freunden darf man seinen Spotify-Account aber nicht teilen

Foto: PhotoAlto / Frederic Cirou / Getty Images

Das Premium-Abo bei Spotify kostet regulär knapp 13 Euro. Deutlich günstiger pro Nutzer kommt man im Familien-Abo weg: Bis zu sechs Accounts gibt es für insgesamt knapp 22 Euro. Das sind im Idealfall weniger als vier Euro pro Konto. »Premium Family ist ein vergünstigtes Abo für bis zu sechs Familienmitglieder, die zusammenwohnen«, heißt es bei Spotify.

Nun will das Unternehmen strenger kontrollieren, dass wirklich nur Familien den verbilligten Tarif nutzen und nicht etwa Gruppen von Freunden oder Kollegen sich aus Spargründen zusammentun. Der schwedische Konzern setzt dazu auf eine neue Methode: Künftig müssen sich Familienmitglieder auch per QR-Code identifizieren.

Die neue Methode hatte in der vergangenen Woche in Foren und sozialen Netzwerken für Aufsehen gesorgt: Insbesondere in den USA berichteten Nutzerinnen und Nutzer, dass sie aufgefordert wurden, sich bei ihrem »plan manager« zu melden – zu Deutsch: bei ihrem Familienoberhaupt, das den Account bezahlt.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von reddit, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Externen Inhalt anzeigen

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Wie genau die neue Verifizierung funktioniert, kam erst nach und nach heraus – das Unternehmen hatte die Neuerung nicht offiziell angekündigt. Die inzwischen nachgereichte Hilfe-Seite  gibt Auskunft: Reichte es bisher aus, dass sich die Mitglieder einer Familiengruppe mit derselben Hausadresse registrieren, müssen diese künftig zumindest gelegentlich im selben Raum sein, um die Spotify-Checks erfolgreich absolvieren zu können.

Eine Woche Frist

Wer einmal zur Verifizierung des Familienaccounts aufgefordert wird hat demnach sieben Tage Zeit, diese zu absolvieren. Dazu benötigt man das Handy mit dem Hauptaccount. Über die Aboverwaltung kann man sich dort einen QR-Code anzeigen lassen, den das Familienmitglied dann mit dem eigenen Handy scannen muss.

Um zu verhindern, dass sich Sparfüchse den QR-Code einfach über einen Messenger wie WhatsApp oder E-Mail zukommen lassen, hat sich Spotify weitere Sicherheitsmaßnahmen einfallen lassen: Der QR-Code ändert sich alle paar Sekunden, zudem versucht der Streamingdienst sicherzustellen, dass sich beide Smartphones am gleichen Ort befinden.

Wer den Test per QR-Code nicht innerhalb von sieben Tagen besteht, wird auf den kostenlosen Account zurückgestuft, muss also mit Werbeunterbrechungen, geringerer Audioqualität und reduziertem Funktionsumfang begnügen. Oder aber ein eigenes kostenpflichtiges Abo abschließen.

Sperre gegen Sparfüchse

Wenn sich Kinder etwa in einem Auslandspraktikum befinden, sollen sie ihre Verifizierung später nachholen können. Einen Haken gibt es aber: Ohne erfolgreiche Freischaltung wird der Account für ein Jahr eingeschränkt, sodass er keiner weiteren Familiengruppe oder einem Duo-Tarif für zwei Nutzer hinzugefügt werden kann.

Mehr zum Thema

  • 12 Min

  • 2 Min

  • 9 Min

Laut dem Magazin »Techcrunch«  hat der Spotify-Chef Alex Norström die neuen Vorgaben als Routine-Neuerung bezeichnet, die notwendig sei, weil ein erheblicher Teil der Bezahlaccounts über den Familientarif angemeldet seien. Nach den jüngsten Geschäftszahlen  hat Spotify 788 Millionen aktive Nutzer, davon 306 Millionen mit Bezahlabo. Die Einnahmen stiegen im dritten Quartal auf fünf Milliarden Euro.

tmk

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

At a glance

Topic
World
Country
🇩🇪 DE
Publisher language
DE
Added to Allnira