Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat mit dem Investment- und Beteiligungsunternehmen Apollo Global Management eine verbindliche Finanzierungsvereinbarung im Wert von rund 40 Milliarden US-Dollar getroffen. Ein Tochterunternehmen von Apollo Global Management wird KI-Chips und die zugehörige Server-Hardware erwerben und diese an SpaceX verleasen. Das teilten beide Unternehmen am Montag mit.
„Im Rahmen dieses Leasings wird die nächste Generation von NVIDIA ‚Vera Rubin‘-Chips für den Ausbau der terrestrischen Rechenkapazitäten von SpaceX bereitgestellt – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Zukunft mit ,Superintelligenz’ (Super Intelligence)“, schreibt SpaceX in der Mitteilung. Es handelt sich demnach um die bislang größte Finanzierungszusage für GPUs. Neben Apollo sind Goldman Sachs und BlackRock an der Finanzierung beteiligt.
Jeder Leasingvertrag hat eine Laufzeit von etwas mehr als fünf Jahren, beginnend mit dem Tag, an dem die Ausrüstung eintrifft, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf eine behördliche Mitteilung. Der Abschluss der Vereinbarung wird bis Ende dieses Jahres erwartet; die eigentlichen Leasinglaufzeiten beginnen voraussichtlich mit der Auslieferung der GPUs und der zugehörigen Ausrüstung in der ersten Jahreshälfte 2027.
Ziel: größte Recheninfrastruktur weltweit
„Dieser Leasingvertrag diversifiziert unsere Finanzierungsquellen und deckt einen erheblichen Teil des Kapitalbedarfs, den wir zur Umsetzung unserer Wachstumspläne benötigen“, lässt sich SpaceX-CFO Bret Johnsen in der Unternehmensmitteilung zitieren. „Unser Ziel ist es, zusätzliche Rechenkapazitäten in Rekordgeschwindigkeit bereitzustellen – sowohl um ‚Grok‘ für Unternehmen und Privatnutzer zu betreiben, als auch um bestehende und zukünftige Kunden im Bereich Cloud-Dienste zu bedienen.“
Erste Meldungen zu der 40-Milliarden-Dollar-Finanzierung waren bereits vor Wochen aufgetaucht. SpaceX verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, die weltweit größte Recheninfrastruktur aufzubauen. Tech-Unternehmen nehmen aktuell enorme Summen auf, um ihre Investitionen in Rechenzentren, Chips und andere KI-Infrastruktur zu finanzieren. SpaceX-Finanzvorstand Johnsen zeigte sich jedoch zuversichtlich: „Da die Nachfrage nach Rechenleistung weiter rasant wächst, amortisieren sich unsere Investitionen in diese Infrastruktur für Superintelligenz in weniger als einem Jahr.“
Mit dem Finanzierungsdeal vertieft sich die Beziehung zwischen SpaceX und Nvidia weiter. Im Sommer hatte der US-Chipkonzern eine Milliarden-Beteiligung an SpaceX und Intel offengelegt.
(akn)
Source: Heise · Andreas Knobloch
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