Gebäude der US-Botschaft in Riad (im März 2026) Gebäude der US-Botschaft in Riad (im März 2026)

Gebäude der US-Botschaft in Riad (im März 2026)

Foto: AFP

Die US-Regierung hat nach Angaben aus Diplomatenkreisen angesichts der anhaltenden Angriffe der proiranischen Huthi-Miliz zahlreiche nicht essenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad zur Ausreise aufgerufen.

Auch die Familienangehörigen des US-Botschaftspersonals seien angewiesen worden, das Königreich zu verlassen, wie ein Sprecher des US-Außenministeriums am Mittwoch (Ortszeit) auf X mitteilte. Demnach wurden auch die Familien von Mitarbeitern der US-Botschaften in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien, Katar und Bahrain zur Ausreise aufgerufen.

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Das Außenministerium veröffentlichte zudem eine Reisewarnung für US-Bürgerinnen und -Bürger. Es werde vor möglichen weiteren Angriffen auf Flughäfen gewarnt, generell sei mit schwierigen Reisebedingungen zu rechnen.

Trotz der angespannten Sicherheitslage hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron während seiner Nahostreise überraschend auch Riad besucht. Der saudische Kronprinz und de facto Herrscher Mohammed bin Salman habe den französischen Staatspräsidenten empfangen, teilte die staatliche Nachrichtenagentur SPA mit.

Frankreich habe dabei mit Saudi-Arabien eine Verlängerung zusätzlicher Diesel-Lieferungen vereinbart, hieß es aus dem Élysée-Palast. Die zusätzlichen Mengen sollten so lange geliefert werden wie nötig. Weitere Details wurden nicht genannt.

Zudem wolle Frankreich seine Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien zum Schutz kritischer Energieinfrastruktur ausbauen. Beide Länder wollten außerdem Infrastrukturprojekte vorantreiben, um ihre Abhängigkeit von der Straße von Hormus zu verringern, hieß es weiter.

Tote auf Ölfeld des Aramco-Konzerns

Saudi-Arabien ist seit Monatsbeginn fast täglich Angriffen der Huthi-Miliz im Jemen mit Raketen und Drohnen ausgesetzt. Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen von Riad waren am 10. Oktober 13 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden (mehr dazu hier).

Zuletzt starben zwei Menschen durch Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne der Huthis. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete die staatliche saudisch-arabische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf das Energieministerium.

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Die Flugabwehr habe die Drohne, die auf das Ölfeld Schaiba des staatlichen Konzerns Aramco gezielt habe, abgeschossen. Die Todesopfer sind demnach philippinischer und nepalesische Staatsangehörige.

Saudi-Arabien ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbündet und greift Ziele der Huthis an. Die Miliz kontrolliert Gebiete im Norden und Westen des Jemen und wird von Iran unterstützt.

Das Königreich kämpft mit Verbündeten seit mehr als zehn Jahren gegen die Rebellen im Jemen. Dieser Bürgerkrieg, bei dem von Hunderttausenden Toten durch direkte und indirekte Kriegsfolgen ausgegangen wird, ist im Zuge des Irankriegs neu entflammt.

Mit Angriffen auf Saudi-Arabien hat die islamistische Huthi-Miliz einen neuen Krieg provoziert. Stimmen aus Sanaa erklären, warum die Truppe lieber Menschenleben opfert, als zu verhandeln. Mehr hier .

jok/AFP

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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