Wegen der Angriffe durch die jemenitische Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien hat der asiatische Fußballverband AFC den geplanten Asien-Cup verschoben. Das Turnier sollte ursprünglich Anfang 2027 in Saudi-Arabien stattfinden. Nun soll es vom 23. Dezember 2027 bis 21. Januar 2028 ausgetragen werden, wie die AFC mitteilte.
Bei einem Anschlag auf den internationalen Flughafen von Riad im Oktober kamen mindestens 12 Menschen ums Leben, und mehr als 300 wurden verletzt. Die mit Iran verbündete Huthi-Bewegung im Jemen bekannte sich zu dem tödlichsten Anschlag in Saudi-Arabien seit mwhr als zehn Jahren.
Die Huthi-Miliz kontrolliert seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition unterstützt die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die Huthi. In dem Krieg herrschte seit 2022 eine Waffenruhe. Nach Beginn des Irankriegs Ende Februar war auch der Konflikt im Jemen wieder eskaliert. Seitdem gerät Saudi-Arabien massiv unter Beschuss aus dem Jemen.
»Das Organisationskomitee des Asien-Cups hat beschlossen, das Turnier angesichts der aktuellen außergewöhnlichen Umstände zu verlegen, die sich aus den Entwicklungen in der Region ergeben – darunter erhebliche logistische Schwierigkeiten und Reisebeeinträchtigungen«, hieß es in der Mitteilung. Der Weltverband Fifa müsse den Zeitplan noch genehmigen.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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