Pahlavi ist ein Sohn des 1979 gestürzten Schahs und lebt im Exil in den USA. Er hat sich als Übergangsführer ins Spiel gebracht, falls die seither regierende Staatsführung in Teheran stürzen sollte. Viele Menschen sehen ihn aber auch kritisch, schon wegen der monarchistischen Vergangenheit des Landes unter seinem autokratisch herrschenden Vater .

Pahlavi kündigte bei der Feierstunde in der Frankfurter Paulskirche an, er werde die Auszeichnung eines Tages in die Hände des iranischen Volkes legen. Er sehe seine Rolle als Brückenbauer, »die islamische Republik ist nicht die legitime Regierung Irans«. Das großteils iranischstämmige Publikum in der Paulskirche, dem Symbolort deutscher Demokratie, übertönte die Feierstunde immer wieder mit Sprechchören: »Lang lebe Schah, lang lebe Iran!«

Die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hob hervor, Pahlavi habe immer gesagt, dass das iranische Volk selbst über seine Zukunft entscheide. Nicht alle seien mit der Preisverleihung an den Schah-Sohn einverstanden . »Dann weiß man übrigens immer, dass man auf der richtigen Spur ist.«

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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