Die nächste Xbox-Generation könnte zwischen 1200 und 1800 US-Dollar pro Konsole kosten. Mit dieser Preisspanne kalkuliert Microsoft intern für die Konsole aus Project Helix, berichtet das US-Wirtschaftsmagazin Fortune.

Die Angabe steht in einem längeren Porträt über Xbox-Chefin Asha Sharma, das Fortune veröffentlicht hat. Woher die Zahl stammt, geht aus dem Text nicht hervor. Fortune schränkt zudem ein: Die Spanne gelte nur, falls Microsoft die Kosten nicht subventioniert. Laut dem Bericht soll die neue Konsole bis zum Weihnachtsgeschäft 2028 erscheinen, ein neues Handheld-Gerät schon Ende 2027.

Microsoft selbst hatte im Juni erklärt, dass Konsolen anders als Smartphones oder PCs meist unter den Herstellungskosten verkauft werden. Das Geld verdienen die Hersteller dann mit Spielen und Abos. Ob Microsoft bei der nächsten Xbox an diesem Modell festhält, ist unklar. Die Xbox-Sparte steht unter erheblichem Spardruck und hat zuletzt zahlreiche Angestellte entlassen und Studios geschlossen.

Speicherkrise treibt Preise

Schon die aktuelle Konsolengeneration ist zuletzt deutlich teurer geworden. Zum 1. August hat Microsoft die Preise der Xbox-Konsolen um 33 bis 50 Prozent angehoben: Die Xbox Series X mit Laufwerk kostet in Deutschland nun 800 statt 600 Euro, die Series S mit 512 GByte 500 statt 350 Euro. Als Grund nennt Microsoft die Speicherkrise. Die Preise für Arbeitsspeicher und Datenträger hätten sich seit der vorherigen Erhöhung um mehr als das 2,5-Fache erhöht, bis Herbst 2027 erwartet das Unternehmen eine weitere Verdopplung.

Sony verlangt seit April 650 Euro für die Playstation 5, die PS5 Pro kostet 900 Euro. Nintendo hat den Preis der Switch 2 zum 1. September von 470 auf 500 Euro angehoben. Valves SteamOS-PC Steam Machine kostet mindestens 1040 Euro. Das ursprüngliche Preisziel konnte Valve nach eigenen Angaben nicht halten, subventionieren will das Unternehmen die Hardware aber ausdrücklich nicht. Die Entwicklung trifft auch PC-Spieler: Grafikkarten sollen nochmals rund 20 Prozent teurer werden.

Analysten von Bloomberg Intelligence sehen die Spielkonsole als Massenprodukt ohnehin auf dem Rückzug. Sie prognostizieren, dass Cloud-Gaming die Konsole bis 2035 verdrängen könnte.

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Source: Heise · Daniel Herbig

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