Porsche hat angesichts gesunkener Verkäufe im dritten Quartal etwas weniger Geschäft verbucht als erwartet. Der Umsatz ging um 7,5 Prozent auf 8,05 Milliarden Euro zurück, wie aus einer am Dienstag in Stuttgart veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Operativ verdiente der Sportwagenhersteller mit 387 Millionen Euro wieder Geld, nachdem ein Jahr zuvor Sonderkosten das operative Ergebnis auf minus 966 Millionen hatten absacken lassen.
Bei Umsatz und operativem Ergebnis verfehlte Porsche die Prognosen der Analysten. Die Profitabilität traf mit einer Marge von 4,8 Prozent jedoch die Erwartungen. Porsche-Chef Michael Leiters bestätigte den Jahresausblick.
Nach neun Monaten steht für die Stuttgarter unter dem Strich ein Gewinn nach Steuern von 1,82 Milliarden Euro zu Buche. Ein Jahr zuvor waren es wegen der Neuausrichtung nur 114 Millionen Euro Gewinn gewesen.
Die VW-Tochter steht vor allem wegen des Einbruchs der Verkaufszahlen in China deutlich unter Druck. Im bisherigen Jahr sanken die Auslieferungen insgesamt um 16 Prozent auf 178.532 Autos. Zudem vollzogen die Schwaben eine radikale Kehrtwende beim Elektroantrieb. Künftig fließt wieder verstärkt Geld in die Entwicklung von Verbrennerantrieben, weil die Kunden im Luxus- und Sportwagensegment mit Elektroautos fremdeln.
Lange Zeit war Porsche mit 15 Prozent der profitabelste deutsche Autobauer. In den nächsten fünf Jahren will das Unternehmen die Marge wieder auf eine Spanne von zehn bis 15 Prozent nach oben schrauben. Allerdings stellt sich Porsche auf einen viel niedrigeren Absatz ein: Die Gewinnschwelle soll durch Einsparungen, mehr Luxusmodelle und höhere Preise mit weniger als 200.000 Verkäufen pro Jahr erreicht werden. Die Belegschaft von rund 42.000 soll mittelfristig um 25 Prozent schrumpfen.
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Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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