Google erlaubt Entwicklern ab dem nächsten Jahr, Quick Share direkt in ihre Apps zu integrieren. Die Funktion soll sowohl unter Android als auch unter iOS auf iPhones laufen, sodass Entwicklerinnen und Entwickler plattformübergreifenden Peer-to-Peer-Datentransfer und „Tap to Share“ in ihren Apps anbieten können.
Die neue Funktion hat Google in einer Session im Zuge des Android Dev Summit 2026 vorgestellt. Der Session von Yacine Rezgui, Developer Relations Engineer bei Google, zufolge bereitet das Unternehmen dafür ein Quick-Share-SDK für Android- und iOS-Apps vor, das Google in der ersten Hälfte des nächsten Jahres bereitstellen will.
Die Erweiterung der Quick-Share-Funktion auf App-Basis lässt sich als konsequente Fortführung der Features verstehen, die Google im Laufe der Android Show I/O Edition im Mai vorgestellt hat. Damals stellte das Unternehmen in Aussicht, Quick Share für weitere Apps verfügbar zu machen, darunter WhatsApp.
Der Vorteil der erweiterten Integration für Nutzerinnen und Nutzer liegt auf der Hand: Wenn man etwas teilen möchte, kann man das direkt innerhalb der App erledigen. Das erweiterte Verfahren soll letztlich den Umweg über die Teilen-Funktion und die Auswahl der Quick-Share-Funktion überflüssig machen.
Google zeigt Eigenschaften der Quick-Share-Funktion auf.
(Bild: Google)
Laut Google soll die App-zu-App-Datenübertragung Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein. Die Übertragung erfolge zudem mit geringer Latenz und hoher Geschwindigkeit; Videos und Fotos ließen sich in voller Auflösung ohne Komprimierung teilen. Da die Funktion je nach Gerät Wi-Fi Direct nutzen kann, funktioniere der Austausch auch offline, ohne Mobilfunk- oder WLAN-Netz.
Die Session zum Quick-Share-SDK im Video ab etwa Minute 26:00:
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (Google Ireland Limited) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Google: 20 Zeilen Code erforderlich
Für Entwickler hebt Googler Mishaal Rahman hervor, dass die Integration etwa 20 Zeilen Code erfordert: „Initialisierung eines QuickShareClients, Hinzufügen von Dateien und Starten der Bottom-Sheet-Benutzeroberfläche (mit Vorschauen und einem Schalter für sensible Inhalte) sowie einen Kotlin-Flow für Übertragungsereignisse“, so Rahman auf Threads.
Zudem erklärt Rahman, dass sich durch das Aneinanderhalten zweier Smartphones über NFC automatisch die geschlossene App auf dem empfangenden Gerät starten und ihr die URI der übertragenen Datei übergeben lasse.
Google hat im November vergangenen Jahres Quick Share mit Apple AirDrop kompatibel gemacht, sodass sich Daten zwischen ausgewählten Android-Smartphones und iPhones, Macs und iPads in beide Richtungen austauschen lassen. Google hat die AirDrop-Interoperabilität nicht an eine bestimmte Systemkomponente gekoppelt, sondern die Quick-Share-Erweiterung von einem System-App-Stub zu einer vollständigen APK mit eigenem Play-Store-Eintrag ausgebaut. Durch diese Entwicklung hat Google den AirDrop-Support zu einer vollen Quick-Share-Funktion gemacht, sodass Geräte diverser Hersteller die Funktion nutzen können.
(afl)
Source: Heise · Andreas Floemer
At a glance
- Topic
- Technology
- Country
- 🇩🇪 DE
- Publisher language
- DE
- Added to Allnira