Es ist keinen Monat her, dass sich Papst Leo XIV. einer Krebs-Operation an der Lunge unterzogen hat. Trotzdem ist er nun zu einer zwölftägigen Reise nach Südamerika aufgebrochen, es soll sein bislang längster Trip werden.

Erste Station ist Uruguay. Dort soll das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken in der Hauptstadt Montevideo von Präsident Yamandu Orsi empfangen werden. Weitere Stationen sind das Nachbarland Argentinien sowie Peru. Für den Pontifex ist es eine Rückkehr: In dem Andenstaat verbrachte Leo mehr als 20 Jahre als Missionar für den Augustinerorden und dann als Bischof. Der gebürtige US-Amerikaner hat seither auch die peruanische Staatsbürgerschaft.

Ärzte erklären Papst für gesund

Wegen seiner Krebserkrankung hatte es in den vergangenen Wochen Zweifel gegeben, ob der 71-Jährige die Reise überhaupt antreten kann. Das Kirchenoberhaupt hatte sich erst am 13. Oktober einer Lungenkrebs-Operation unterzogen. Dabei war ihm ein Teil des rechten Lungenflügels mit einem bösartigen Tumor entfernt worden. Trotz der Sorge um den Papst gaben die behandelnden Ärzte jetzt jedoch grünes Licht. Nach Angaben der Ärzte ist Leo wieder krebsfrei.

Frau mit Papstbild in Peru

Frau mit Papstbild in Peru

Foto: Jao Yamunaque / dpa

Das Programm der Reise soll nach Angaben des Vatikans unverändert bleiben. Neben zahlreichen Begegnungen mit Vertretern aus Politik, Religion und Zivilgesellschaft sowie Gottesdiensten ist auch ein Ausflug auf etwa 3700 Metern Höhe in die peruanischen Anden geplant.

Auch in Heimat von Vorgänger Franziskus

In Südamerika ist der Anteil der Katholiken deutlich höher als in Europa. Anders als in den beiden späteren Besuchsländern gilt in Uruguay eine strikte Trennung zwischen Kirche und Staat. Argentinien war die Heimat von Leos Vorgänger, des vergangenes Jahr an Ostern verstorbenen Papstes Franziskus. Als Pontifex kehrte Franziskus nie dorthin zurück.

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Sowohl Argentinien als auch Peru werden von rechtspopulistischen Staatschefs regiert, Präsident Javier Milei und Präsidentin Keiko Fujimori. Bei mehr als 50 Terminen sind allein 36 Ansprachen des Papstes geplant. In Rom wird der Papst am 17. November zurückerwartet.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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