Sängerin Olivia Rodrigo, 23, greift bei ihren Konzerten, auf Social Media und in Interviews immer wieder politische Themen auf. Sie stellt sich immer wieder gegen US-Präsident Donald Trump und ruft ihre Fans zum Wählen auf. Nun stehen in den USA kommenden Dienstag die Midterms an. Im Juli hatte Rodrigo bereits dazu aufgerufen, sich als Wähler registrieren zu lassen. Mit einem Gewinnspiel hatte sie Fans dazu gebracht, ihren Wählerstatus zu prüfen und sich über die Wahlen informieren.
Auch auf ihre aktuelle Tour nimmt Rodrigo ihr politisches Engagement mit. Bei ihrem Konzert in Columbus im US-Bundesstaat Ohio sagte sie den Fans, dass sie ihre Briefwahlunterlagen für die Midterms vor dem Konzert ausgefüllt habe, und erinnerte die Konzertbesucher daran, bei den wichtigen Zwischenwahlen am 3. November ebenfalls ihre Stimme abzugeben.
Bei der Zugabe gab sie ihren Fans noch eine eindeutige Wahlempfehlung mit. Sie trug ein »Dr. Amy Acton for Governor«-T-Shirt, als sie zurück auf die Bühne kam. Amy Acton ist die demokratische Kandidatin für den Gouverneursposten in Ohio.
Wahlkampfschlacht in Ohio
Der Wahlkampf in Ohio eskalierte zuletzt , als der republikanische Kandidat Vivek Ramaswamy einen kontroversen Wahlkampfspot veröffentlichte. Der Biotechmilliardär, der 2024 auch republikanischer Präsidentschaftskandidat werden wollte, hat vier Millionen Dollar ausgegeben, um den Wahlkampfspot online und im Fernsehen auszustrahlen, der Actons Mutter zeigt. Diese attackiert ihre Tochter in dem Werbespot als »Lügnerin«.
Acton hatte bereits vor Jahren öffentlich darüber gesprochen, als Zehn- bis Zwölfjährige von ihrem Stiefvater Cledith Arthur sexuell missbraucht worden zu sein. Ihre Mutter habe nichts dagegen unternommen. Es kam zur Anklage. Der Gerichtstermin war laut Acton das letzte Mal, dass sie ihre Mutter gesehen hat.
Demokraten und auch etliche Republikaner verurteilten Ramaswamy für sein Vorgehen. Präsident Trump und sein Vize JD Vance stellten sich hingegen hinter ihn.
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Dass Rodrigo nun Acton unterstützt, ist nicht überraschend. Sie macht kein Geheimnis aus ihrer politischen Aurichtung. Bei den Präsidentschaftswahlen hatte sie sich für Kamala Harris ausgesprochen.
Gegen Trump teilte sie hingegen immer wieder aus. Zuletzt, als das Department of Homeland Security ihren Song »all-american bitch« im November in einem ICE-Werbespot verwendet hatte. Darin wurden Einwanderer, die sich ohne gültige Papiere in den USA aufhalten, dazu aufgefordert, das Land zu verlassen. »Verwendet meine Songs niemals, um eure rassistische, hasserfüllte Propaganda zu verbreiten«, antwortete Rodrigo, deren Ur-Urgroßvater aus den Philippinen in die USA gekommen war, damals in den Kommentaren zu dem Beitrag.
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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