Mehr als eineinhalb Jahre nach ihren Entführungen im Niger sind eine Österreicherin und eine Schweizerin wieder frei. Das teilten die jeweiligen Außenministerien Österreichs und der Schweiz mit. Für die Geisel und ihre Familie sei diese Zeit eine unvorstellbare Belastung gewesen, teilte die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger auf X mit. Nach einem Telefonat mit der Freigelassenen habe sie einen positiven Eindruck. »Es scheint ihr so weit gutzugehen und ich bin sehr beeindruckt von dieser starken Frau«, sagte Meinl-Reisinger.

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Der Schweizerin geht es nach Angaben des Außenministeriums »den Umständen entsprechend gut«. Sie sei bereits auf der Reise in die Schweiz. Außenminister Ignazio Cassis dankte »allen involvierten Stellen« für die Bemühungen um die Freilassung, ohne einzelne zu nennen.

Die Österreicherin war im Januar 2025 aus ihrem Haus in der nigrischen Wüstenstadt Agadez verschleppt worden, die Schweizerin im April 2025 ebenfalls aus ihrem dortigen Zuhause. Beide Frauen hatten seit vielen Jahren in dem westafrikanischen Land gelebt und sich unter anderem in Bildungs- und Entwicklungsprojekten engagiert. Sie sind 69 und 76 Jahre alt.

Sicherheitskreisen zufolge sollen Mittelsmänner die Frauen entführt und anschließend im benachbarten Mali an Dschihadisten der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) in der Sahelzone übergeben haben.

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Die Freilassung sei durch das Eingreifen von Saddam Haftar, dem stellvertretenden Oberbefehlshaber der Libyschen Nationalarmee (LNA), ermöglicht worden, hieß es aus Libyen.

In einem vom Sender Al-Masar TV veröffentlichten Video waren die beiden ausgemergelten Frauen zu sehen, wie sie sich bei dem im Osten Libyens einflussreichen Befehlshaber Khalifa Haftar und dessen Sohn Saddam für ihre Freilassung bedanken.

Das Dreiländereck der Sahelstaaten Mali, Burkina Faso und Niger gilt wegen der Ausbreitung islamistischer Terrorgruppen als eine der weltweit gefährlichsten Regionen.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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