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Eine blaue Welle schwappt durch die USA. Schon kurz nach Schließung der Wahllokale zeigte sich: Die Demokraten werden die Zwischenwahlen mit deutlichem Vorsprung gewinnen. Ihre blaue Farbe dominierte die Wahlkarten.

Die US-Wählerinnen und -Wähler haben über die Besetzung des Repräsentantenhauses und offene Sitze im Senat abgestimmt. In beiden Kammern hatten Donald Trumps Republikaner bislang die Mehrheit. Damit ist nun offenbar Schluss. Die Auszählung läuft zwar noch. Doch mehreren US-Medien zufolge ist der Vorsprung der Demokraten im Senat und im Repräsentantenhaus nicht mehr einzuholen.

Großbildschirm mit CNN-Prognosen in Atlanta

Großbildschirm mit CNN-Prognosen in Atlanta

Foto: Bloomberg / Getty Images

US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Ergebnisse der Kongresswahlen zu akzeptieren. »Wir werden mit den Demokraten zusammenarbeiten, und wir freuen uns schon darauf«, sagte er der »New York Times«. Man werde »wahrscheinlich« eine Lösung finden. Eine persönliche Verantwortung für das Wahlergebnis wies er auf Truth Social von sich: »Ich stand nicht auf dem Stimmzettel.«

Heute vor 15 Jahren gegen Mittag brannte in einer Nebenstraße in Eisenach ein Wohnmobil, darin fand die Polizei die Leichen von zwei Rechtsterroristen. Ich nenne ihre Namen hier nicht, sie sind eines Gedenkens nicht würdig.

Ausgebranntes Wohnmobil der NSU-Terroristen, 4. November 2011

Ausgebranntes Wohnmobil der NSU-Terroristen, 4. November 2011

Foto: SPIEGEL ONLINE

Erinnern müssen wir uns aber an ihre Taten: Als Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) ermordeten sie zwischen 2000 und 2007 neun Migranten und eine Polizistin, begingen 43 Mordversuche, drei Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen, wechselnden Helfern aus dem rechtsextremen Milieu.

Und obwohl die beiden Männer und ihre später festgenommene Mittäterin den Behörden über viele Jahre als gefährliche Rechtsextreme bekannt waren, wurden sie zu Lebzeiten nie mit den Morden an den Migranten und der Polizistin in Verbindung gebracht.

Die Ermittler, die Medien und die Öffentlichkeit glaubten lieber daran, dass die Mordopfer in irgendwelche mafiösen Strukturen verstrickt und womöglich selbst kriminell gewesen seien. Dass die Ermordeten vollkommen unbescholten und die Täter deutsche Neonazis waren, das konnte man sich nicht vorstellen (mehr dazu hier ).

Heute vor 15 Jahren nahmen sich die beiden NSU-Terroristen das Leben, aber die Gefahr durch Rechtsextreme für unser Land ist geblieben, wenn nicht sogar größer geworden. Der Kern des NSU bestand aus nur drei Untergetauchten.

Ende September 2025, das ist der aktuelle verfügbare Stand, waren 515 Personen auf freiem Fuß, gegen die Haftbefehle wegen rechtsextremer Straftaten vorlagen. Und erst am Freitag hat die Polizei einen jungen Mann in Niedersachsen festgenommen, der mit einem gefüllten Benzinkanister unterwegs war und geplant haben soll, eine Flüchtlingsunterkunft anzuzünden. Der Anschlag soll in einer rechtsextremen Chatgruppe namens »Terror 18« geplant worden sein. Der Verdächtige ist erst 15 Jahre alt.

Wenn Sie zu den ganz besonders Schlauen gehören, dann haben Sie das selbstverständlich alles schon selbst recherchiert und den gesamten Jahresurlaub für das kommende Jahr bereits durchoptimiert, geplant und auch schon eingereicht. Falls Sie aber ein wenig so sind wie ich, also etwas langsamer, dann sind es Neuigkeiten, die mein Kollege Bastian Midasch zusammengestellt hat.

Blick auf Polignano a Mare, Italien (Archivbild)

Blick auf Polignano a Mare, Italien (Archivbild)

Foto: Handout/ Getty Images

Und zwar leider keine besonders freizeitförderlichen: 2027 fallen nur etwa die Hälfte der bundesweiten gesetzlichen Feiertage auf Wochentage (mehr hier ). Aber wenn Sie die Brückentage geschickt ausnutzen, können Sie dennoch etwas mehr aus dem Urlaub herausholen. Also gesetzt den Fall, die lieben Brückentagsspezialisten unter Ihren Kollegen haben da noch was für Sie freigelassen im Dienstplan.

Aber haben Arbeitnehmer überhaupt Anspruch auf freie Brückentage? Kann der Chef Betriebsurlaub an Brückentagen sogar anordnen? Und wie ist es, wenn alle aus dem Team am Brückentag freinehmen wollen? Bastian hat dazu mit dem Hamburger Arbeitsrechtler Daniel Brügger gesprochen. Mein Rat: Zuerst lesen Sie dessen Antworten auf SPIEGEL.de. Und dann füllen Sie fix Ihren Urlaubsantrag aus.

Hier geht’s zum aktuellen Tagesquiz

Noch mehr Rätsel wie Viererkette, Wordle und Paarsuche finden Sie bei SPIEGEL Games.

Verlierer des Tages…

Zugspitze im Schnee (Archivbild)

Zugspitze im Schnee (Archivbild)

Foto: IMAGO / ingimage

Die jüngsten Meldungen aus der Nacht

  • Verband fordert 500 Euro Bußgeld für Handy am Steuer: Während der Fahrt das Smartphone in die Hand nehmen – das kann zu schweren Unfällen führen. Verkehrsminister Steffen Bilger macht sich für Handyblitzer stark. Der Verkehrssicherheitsrat hat noch eine andere Idee.

  • Google blockiert Suchfunktion, wenn Schulen KI ablehnen: Der großflächige Einsatz von künstlicher Intelligenz an US-Schulen stößt bei Lehrern und Eltern zunehmend auf Widerstand. Google reagiert darauf mit strikten neuen Nutzungsregeln.

  • Formel-1-Pilot Ocon fliegt raus – junger Brasilianer übernimmt: In Mexiko wurde er kurzfristig aus dem Cockpit verbannt, jetzt ist für Esteban Ocon endgültig Schluss: Er verliert seinen Platz im Team Haas. Die Hintergründe bleiben nebulös.

Heute bei SPIEGEL Extra: Knapp 3400 Euro Eigenanteil fürs Heim – was mit Ihrem Ersparten passiert

Foto:

Anna Tolipova / AnnaStills / picture alliance

Source: Der Spiegel · Stefan Kuzmany

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