Die Philadelphia 76ers haben zum Auftakt der neuen Saison in der NBA 106:100 beim Titelverteidiger New York Knicks gewonnen. Superstar LeBron James, der sich im Sommer den Sixers angeschlossen hatte, kam bei seinem Debüt auf 14 Punkte, neun Rebounds und sieben Assists. Für James ist es die 24. Saison in der nordamerikanischen Basketballliga, so viele Spielzeiten absolvierte niemand.

Trotz seines Alters gehört James weiterhin zu den Besten in der NBA. Nach dem Spiel in New York sagte er aber: »Ich kann viel besser spielen. Ich muss noch an meinem Rhythmus arbeiten, aber mir hat gefallen, wie wir gespielt haben.«

Besonders die Dreierschützen seines Teams lobte James – und Tyrese Maxey, den er mit dem deutschen NBA-Profi Dennis Schröder verglich. »Der Erste, der mir mit dieser Art von Schnelligkeit in den Sinn kommt, offensiv wie defensiv, ist Dennis Schröder«, sagte James auf die Frage, ob er jemals mit einem ähnlichen Spielertyp auf dem Platz gestanden habe: »Aus dem Stegreif ist er der Erste, an den ich denke.«

Bester Werfer Maxey

Bester Werfer Maxey

Foto: Sarah Stier / Getty Images

Die beiden hatten in der Spielzeit 2022/2023 zusammen bei den Los Angeles Lakers gespielt.

Nach sieben Jahren in L.A. hatte sich James im Sommer für Philadelphia entschieden. Das Team hatte kurz zuvor den Weltklasse-Forward Jaylen Brown verpflichtet. Mit dem Aufbauspieler Tyrese Maxey und dem Center Joel Embiid, der in der Saison 2022/2023 zum wertvollsten Spieler (MVP) der Liga gewählt wurde, haben die Sixers einen der stärksten Kader der ganzen Liga.

Wembanyama enttäuscht zum Auftakt

Maxey mit 28 Punkten der erfolgreichste Scorer. Brown kam auf 19 Punkte. Das Zusammenspiel wirkte über weite Strecken schon sehr flüssig. »Das haben wir spontan gemacht«, sagte James.

Für die Knicks erzielte Jalen Brunson 21 Punkte. In den Playoffs der vergangenen Saison hatten sich die Knicks in der zweiten Runde deutlich gegen die 76ers durchgesetzt. Am Ende feierte New York den ersten NBA-Titel seit 1973. Lesen Sie hier eine Reportage über die Szenen in der Stadt nach dem historischen Titelgewinn.

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Der Saisonstart der NBA bot zudem zwei weitere Topspiele. In der Western Conference kam es zum Duell der beiden Favoriten: Oklahoma City Thunder, angeführt vom aktuellen MVP Shai Gilgeous-Alexander gegen die San Antonio Spurs mit dem französischen Supertalent Victor Wembanyama. Am Ende stand es 116:104 für Oklahoma City, für das der deutsche Center Isaiah Hartenstein vier Punkte, drei Rebounds und drei Vorlagen erzielte. Gilgeous-Alexander überragte mit 32 Punkten.

Für Wembanyama, der die Spurs vergangene Saison bis in die Finals gegen New York geführt hatte, war es ein finsterer Abend. Von 13 Würfen aus dem Feld traf er nur einen, seine Ausbeute blieb bei zwölf Punkten.

Im frühesten Spiel empfingen die Detroit Pistons die Boston Celtics. Der Altstar Paul George, der im Sommer im Gegenzug für Jaylen Brown nach Boston gekommen war, konnte bei seinem Debüt überzeugen: 38 Punkte, fünf Rebounds und fünf Steals gelangen dem 36-Jährigen bei seinem ersten Spiel für die Celtics. So viele Punkte konnte in der Geschichte des NBA-Rekordmeisters kein Spieler in seinem ersten Spiel erzielen.

Trotzdem reichte es nicht für einen Sieg, Detroit gewann 121:113 dank starker Leistungen von Spielmacher Cade Cunningham und Center Jalen Duren, die jeweils 22 Punkte verbuchten.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes stand, dass vor Paul George kein Spieler 38 Punkte für die Boston Celtics erzielen konnte. Gemeint war, dass niemand so viele Punkte bei seinem Debüt für Boston erzielte. Wir haben die Stelle angepasst.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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