Weil die Clubbesitzer und die Spielergewerkschaft über die Einführung einer Gehaltsobergrenze streiten und die Fronten verhärtet sind, steht die Saison 2027 auf der Kippe. Die Besitzer der 30 MLB-Teams wollen eine solche Obergrenze einführen, die Spielergewerkschaft ist dagegen.
Immer wieder kommt es zum Streit ums Geld und Arbeitsbedingungen
Der geltende Tarifvertrag läuft am 1. Dezember aus. Gibt es bis dahin keine Einigung, könnte es zu einem sogenannten Lockout kommen. Die Spieler würden dann von den Clubbesitzern ausgesperrt und dürften die Trainingseinrichtungen ihrer Teams nicht nutzen und keine MLB-Spiele bestreiten. Zuletzt gab es eine solche Aussperrung vom 2. Dezember 2021 bis zum 10. März 2022. Der damalige Arbeitskampf verzögerte den Saisonstart. Sollte sich der neue Konflikt bis ins Frühjahr 2027 hinziehen, könnte die kommende Saison verspätet beginnen oder verkürzt werden.
Erst einmal rückte aber nochmal das Sportliche in den Vordergrund: Weder die Brewers noch die Rays hatten den wichtigsten Titel im Baseball zuvor jemals gewonnen. Die Brewers warteten seit ihrer Gründung vor 58 Jahren auf den Erfolg. 1982 verloren sie gegen die St. Louis Cardinals, die Rays stehen auch nach der dritten Teilnahme an der World Series mit leeren Händen da. Schon 2008 und 2020 hatte es Niederlagen gegeben. Die Stadt Milwaukee hat den Titel in der MLB allerdings schon einmal gefeiert. 1957 gewannen die Braves, die seit 1966 in Atlanta zu Hause sind.
Zum entscheidenden Mann im Finalspiel fünf avancierte Rookie Cooper Pratt. Der 22 Jahre alte Shortstop, der erst im Juni sein MLB-Debüt gegeben hatte, war an drei der vier Runs beteiligt. »Das ist einer der großartigsten Momente meines Lebens. Oh mein Gott«, sagte Pratt: »Es fühlt sich nicht real an. Das ist surreal.«
Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL
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