Die Nachfrage nach KI-Rechenzentrumskapazitäten beflügelt AMD, Umsatz und Gewinne steigen dank stark erhöhtem Absatz von Server-CPUs und KI-Beschleunigern enorm. Die Aktie zieht an, da AMD genug KI-Chips für 2027 verspricht. Nur das Gaming-Business geht deutlich zurück. Derweil warnt der Mobilfunkverband GSMA vor zunehmenden Risiken für Mobilfunknetze durch extremes Wetter und fordert eine koordinierte Politik zum Schutz kritischer Infrastrukturen. Denn die Kosten für wetterbedingte Reparaturen an der Mobilfunkinfrastruktur sollen künftig massiv zunehmen. Deutsche Führerscheinbesitzer können den „Lappen“ bald zu Hause lassen. Denn der digitale Führerschein auf dem Smartphone soll Ende November eingeführt werden, früher als bislang erwartet. Eine neue App wird dafür nicht benötigt, der digitale Führerschein landet in der i-Kfz-App – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Neben Nvidia gehört auch AMD zu den größten Nutznießern des KI-Booms. Das zeigt sich erneut an den Geschäftszahlen des dritten Quartals. In dieser Zeit hat der Chiphersteller den Umsatz im Jahresabstand deutlich gesteigert und die Gewinne etwa verdoppelt. Das hat das Unternehmen der Nachfrage nach Server-Produkten zu verdanken, diese Abteilung hat den Umsatz nahezu verzweifacht. Die Geschäfte mit Gaming-Produkten wie Grafikkarten und Spielkonsolen-Chips gehen dagegen deutlich zurück, aber immerhin verzeichnet diese Sparte AMDs höhere Verkäufe von Ryzen-Mobilprozessoren. Da AMD-Chefin Lisa Su verspricht, zukünftig ausreichend KI-Chips liefern zu können, und der Ausblick weiteres Wachstum verspricht, macht der Aktienkurs einen kleinen Sprung: AMD verdoppelt Gewinne dank Server-Geschäften, aber Gaming-Business leidet.

Der Branchenverband GSMA hat Regierungen und Regulierungsbehörden aufgefordert, enger mit Mobilfunkbetreibern zusammenzuarbeiten, um kritische Kommunikationsinfrastrukturen besser vor den wachsenden Risiken durch extreme Wetterereignisse zu schützen. Bereits jetzt verursachen schwere Stürme und Überschwemmungen den Mobilfunkbetreibern Kosten in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar jährlich, etwa für Reparaturen an Mobilfunkstandorten. Bis zum Jahr 2050 könnten sich angesichts der bis dahin vorhergesagten Klimabedingungen diese Kosten nahezu verdoppeln und auf über drei Milliarden US-Dollar pro Jahr ansteigen. Deshalb fordert die GSMA „eine koordinierte, risikobasierte und investitionsfreundliche Politik“, um die Kommunikationsinfrastruktur widerstandsfähiger zu machen vor Extremwetter: Mobilfunkverband GSMA fordert koordiniertes Handeln.

Der digitale Führerschein soll Ende November eingeführt werden, wie das Bundesverkehrsministerium (BMV) der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mitteilte. Ein konkreter Termin steht bislang zwar nicht fest, die Einführung soll aber binnen der kommenden vier Wochen erfolgen. Bisher war seitens des BMV lediglich von Ende des Jahres die Rede. Wie die Zeitung auf Anfrage beim Bundesverkehrsministerium erfuhr, soll für den digitalen Führerschein keine zusätzliche App entwickelt werden, sondern Besitzerinnen und Besitzer eines Führerscheins sollen ihn bald in der i-Kfz-App ablegen können. Kraftfahrt-Bundesamt und Bundesdruckerei haben die App gemeinsam im Auftrag des BMV entwickelt. Seit etwa einem Jahr lässt sich darin schon der Fahrzeugschein ablegen: Digitaler Führerschein kommt Ende November.

KI-Chatbots wie Googles Gemini können einem Gutachten am Europäischen Gerichtshof (EuGH) zufolge Urheberrecht verletzen. Wenn die Chatbots Presseartikel von Webseiten abrufen und verwenden, um Nutzerinnen und Nutzern eine Antwort bereitzustellen, könne dies die Rechte von Verlagen auf Vervielfältigung und öffentliche Zugänglichmachung berühren, stellte der Generalanwalt fest. Das viel beachtete Verfahren ist das erste zu generativer Künstlicher Intelligenz vor dem EuGH in Luxemburg. Das Gutachten ist für die Richterinnen und Richter nicht bindend, ihr Urteil soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden. Hintergrund ist ein Rechtsstreit in Ungarn. Ein Presseverlag verklagte dort Google, weil Gemini geschützte Texte öffentlich zugänglich gemacht habe: KI-Chatbots können laut EuGH-Gutachten Urheberrecht verletzen.

Viele Jahre lang waren Intels Billigprozessoren der Baureihen Celeron N, Pentium N und später nur noch „N“ weit verbreitet: In Kampfpreis-Notebooks, billigen Mini-PCs, aber auch NAS oder Einplatinencomputern. Nun folgt für diese Einsatzbereiche die Baureihe Core 300 mit dem Codenamen Wildcat Lake. Diese CPU-Typen nutzen sehr ähnliche Technik wie die High-End-Mobilprozessoren der Baureihe Core Ultra 300 alias Panther Lake, sind aber eben viel billiger. Also musste Intel die Fertigungskosten drastisch reduzieren. Die dabei getroffenen Entscheidungen sind nicht nur für diesen konkreten Prozessortyp interessant, sondern zeigen auch grundsätzlich, an welchen Stellen CPU-Hersteller sparen können. Welche Abstriche Intel beim Core 300 konkret gemacht hat, beschreiben wir im Bit-Rauschen, dem Prozessor-Podcast: Wie Intel einen guten Billigprozessor baut.

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(fds)

Source: Heise · Frank Schräer

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