In der Modelwelt ist eine Einladung von Victoria's Secret eine besondere Ehre. Das wurde dieses Jahr einmal mehr deutlich, als Kylie Jenner, 29, überraschend als Trägerin des sogenannten »Fantasy Bra« auf dem Laufsteg erschien. Danach diskutierten Fans und Hater auf Social Media, ob sich Jenner das besondere Dessous überhaupt verdient habe. Schließlich sei eine Influencerin und kein Supermodel, monierten Kritikerinnen und Kritiker.

Eine, die um diese Ehre nicht nur weiß, sondern sie auch schon hatte, ist Miranda Kerr, 43. Das Model lief in ihrer Karriere ganze sechsmal für Victoria's Secret und präsentierte 2011 den 2,5 Millionen Dollar teuren »Fantasy«-BH.

Kürzlich teilte Kerr einige Bilder aus ihrer Zeit als Dessous-Engel auf Instagram. »Ein Rückblick voller Dankbarkeit für die Freundschaften, die magischen Erinnerungen und für alle, die dieses Kapitel meines Lebens so besonders gemacht haben«, schrieb sie dazu.

Tatsächlich hätte Kerr »dieses Kapitel« im Oktober fortschreiben können: Victoria's Secret hatte das Model eingeladen, auf den Laufsteg zurückzukehren. »Ich habe es ernsthaft in Erwägung gezogen«, erzählte sie in einer Folge des Podcasts »Not skinny but not fat« , die am Dienstag erschienen ist. Doch sie habe ein widersprüchliches Gefühl in sich verspürt, sagte Kerr. »Ich war total aufgeregt, dann wurde ich irgendwie nervös.« Die Vorstellung, nach vier Geburten Dessous vor Publikum zu tragen, habe sie beschäftigt, erzählte das Model.

Auf der Suche nach Klarheit begab sich Kerr, wie sie erzählt, in die Meditation. Dabei habe sie sich vorgestellt, wie das sein würde auf dem Laufsteg: »Alle sind in Unterwäsche.« Und: »Ich bin 43. Ich habe vier Söhne«, sagte sie im Podcast.

Sie habe eine Anspannung verspürt, die erst wegging, als sie zu sich selbst gesagt habe: »Du wirst die Show nicht machen. Wie fühlst du dich jetzt?« Da habe sich das Gefühl gelegt und sie habe gewusst, dass sie ablehnen würde.

Über die Einladung habe sie sich dennoch gefreut und diese als Ehre empfunden, sagte Kerr. Und: Die Absage bedeutet nicht, dass Kerr gar nicht mehr als Model arbeitet. Im September lief sie für das Label Stella McCartney bei der Pariser Fashion Week.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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