Im Falle einer Niederlage des derzeitigen Senators Dan S. Sullivan fordert das US-Justizministerium, dass erst eine Untersuchung feststellen muss, ob er ohne seinen nahezu namensgleichen Kontrahenten auf dem Wahlzettel mehr Stimmen erhalten hätte. Dadurch solle die »Integrität der Senatswahl 2026 in Alaska« geschützt werden.

Im umkämpften Bundesstaat Alaska konkurrieren mehrere Politiker um einen Senatsposten: Neben dem republikanischen Amtsinhaber Dan S. Sullivan und der Demokratin Mary Peltola tritt auch der ebenfalls republikanische Herausforderer Dan J. Sullivan an. Bei den US-Kongresswahlen am 3. November werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatsposten neu gewählt.

Das Justizministerium wirft dem unbekannten Außenseiter vor: »Der einzige Zweck seiner Kandidatur ist es, Peltolas Wahlkampf zu fördern, indem die Zahl der Stimmen für Senator Sullivan reduziert wird.« So habe sich der Herausforderer erst kurz vor der Erklärung seiner Kandidatur den Republikanern angeschlossen. Zudem habe er denselben Namen wie der Amtsinhaber beantragt, obwohl er diesen »zuvor nie« in dieser Kurzform verwendet habe.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine mögliche Verwechslungsgefahr Gegenstand einer juristischen Auseinandersetzung war. Bereits zuvor hatte die Wahlleiterin Alaskas versucht, den Herausforderer Sullivan vom Stimmzettel zu streichen. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates entschied allerdings, dass er rechtmäßig antreten dürfe.

Der derzeitige Senator Dan S. Sullivan vertritt den Bundesstaat seit 2015 in Washington. Über Dan J. Sullivan ist nur wenig zu erfahren. Anders als die anderen Kandidaten hat der 69-Jährige keine Wahlkampfauftritte absolviert.

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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