Das Logo der Partei "Die Linke" ist auf einer Wand hinter einem Laptop zu sehen. (Archivbild: 21.6.2025)

Mail-Postfächer geflutet Massive Cyberattacke auf Linken-Abgeordnete

Stand: 02.11.2026 • 15:14 Uhr

Tausende Nachrichten binnen Minuten: Ein massiver Cyberagriff hat die Mail-Postfächer der Linken im Bundestag lahmgelegt. Wer hinter der Attacke steckt, ist noch unklar. Andere Fraktionen waren nicht betroffen.

Abgeordnete der Linken im Bundestag sind Opfer einer massiven Attacke auf ihre Mail-Postfächer geworden. Diese wurden nach Angaben der Partei durch Tausende E-Mails geflutet und lahmgelegt. Sie konnten nicht mehr benutzt werden.

Die Rede war von einem "Spam-Bombing-Angriff". Die E-Mails kamen den Angaben zufolge von unterschiedlichen Absendern, hatten unterschiedliche Betreffs und waren in unterschiedlichen Sprachen geschrieben.

"Das sind bei jedem Mitglied meiner Fraktion schon über 20.000 E-Mails, die eingegangen sind, in allen möglichen Sprachen aus aller Herren Länder mit ganz vielen verschiedenen Absenderadressen. Minütlich, sekündlich gehen weitere auf dem E-Mail-Postfach ein", sagte Ina Latendorf, parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion, dem ARD-Hauptstadtstudio. "Wir sind jetzt dabei zu löschen, zu löschen, zu löschen, und leider schränkt das die Arbeitsfähigkeit der Büros unserer Fraktionsmitglieder sehr ein."

Andere Fraktionen nicht betroffen

Wer hinter dem Angriff steckt, ist noch unklar. Andere Fraktionen meldeten bislang keine Attacken. "Wir haben abgefragt bei den anderen Fraktionen. Die haben mir am Sonnabend und Sonntag signalisiert, dass bei ihnen keine Mitglieder des Bundestages betroffen sind", so Latendorf.

Im Mailverkehr des Bundestags insgesamt kam es lediglich zu Verzögerungen, da die Server genügend Kapazitäten haben. Die geschädigten Abgeordneten erhielten inzwischen Anleitungen, wie sie die massenhaften E-Mails filtern können. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wurde eingeschaltet.

Die Cyberattacke hat den Angaben zufolge nichts mit dem möglichen Angriff mit Spähsoftware auf iPhones von Regierungsmitgliedern und Abgeordneten zu tun. Davor hatte der Apple-Konzern gewarnt.

Source: Tagesschau · tagesschau.de

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