Ein individueller Preis für einen Mannschaftssport? Für Markus Babbel großer Quatsch – auch, weil die Clubs gerne mal beleidigt reagieren. Immerhin: Real Madrid hat sich offenbar wieder eingekriegt.

23.10.2026, 09.40 Uhr

Ex-Fußballprofi Markus Babbel Ex-Fußballprofi Markus Babbel

Ex-Fußballprofi Markus Babbel

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Hendrik Schmidt / dpa

Markus Babbel ist kein Freund des Ballon d'Or. Der ehemalige Fußball-Nationalspieler sagte bei »ran« über die Auszeichnung: »Also ich würde grundsätzlich so eine persönliche Wahl in einem Mannschaftssport wie Fußball abschaffen.« Für Babbel ist es »der größte Clowns-Wettbewerb, den es auf der Welt gibt. Ich lache mich jedes Mal kaputt, wie dann die Leute oder zum Teil ganze Vereine beleidigt sind, wenn ihre Spieler nicht gewählt werden. Das finde ich lächerlich.«

Der Ballon d'Or wird am Montag (21 Uhr) in London vom französischen Fußballmagazin »France Football« in Zusammenarbeit mit der Europäischen Fußball-Union Uefa vergeben. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Kontroversen um die Verleihung gegeben. So war etwa in den vergangenen zwei Jahren der spanische Spitzenklub Real Madrid der Veranstaltung ferngeblieben – aus Protest, nachdem Real-Angreifer Vinícius Júnior 2024 bei der Wahl nur den zweiten Platz belegt hatte.

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Bei den Männern stimmt jeweils ein Sportjournalist aus den Top-100-Nationen ab, bei den Frauen aus den Top 50. Jeder Juror wählt aus den besten 30 Spielern zehn Akteure aus und vergibt je nach Platzierung zwischen 15 Punkten und einem Punkt. In diesem Jahr gelten Harry Kane (Bayern München), Lamine Yamal (FC Barcelona) und Kylian Mbappé (Real Madrid) bei den Buchmachern als Favoriten. In der Hoffnung auf einen Mbappé-Erfolg hat sich diesmal auch wieder eine Delegation aus Madrid angekündigt.

WM-Helden, Giganten der Champions League und manche Überraschung: 30 Fußballprofis stehen vor der Ballon d'Or-Verleihung zur Wahl. Lesen Sie hier nach, wie der SPIEGEL die weltweit besten Spieler rankt.

cev/dpa

Source: Der Spiegel · DER SPIEGEL

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