Die ab Freitag erhältlichen neuen M6-Macs kommen mit interessanten, kleineren Hardware-Änderungen. Dabei sollten Nutzer darauf achten, welche Modelle sie erwerben, um das Maximum aus ihrem Kauf herauszuholen. Betroffen sind sowohl iMac M6 als auch MacBook Pro M6 mit 14 Zoll großem Bildschirm. Dabei setzt Apple einmal mehr auf Konfigurationsvorgaben, die man beachten sollte. Das heißt: Erst ab einer bestimmten (teureren) Variante erhält man alle Features.
iMac M6: Ethernet-Turbo (fast) eingeschaltet
Viele professionellere Nutzer des iMac stört seit Jahren, dass Apple die Geräte nur mit 1 Gigabit schnellem Ethernet ausrüstet. Auch das war je nach Modellvariante nur optional: Apple verbaut den Netzwerkstecker nämlich nicht im Hauptgehäuse, sondern bereits seit dem M1-Modell von 2021 im Netzteil des All-in-One-Rechners. Das hat sich auch beim M6-iMac nicht geändert. Doch immerhin gibt es eine positive Nachricht: Apple schaltet einen Gang hoch und liefert die Maschinen nun mit 2,5 Gigabit (2.5GbE) aus. Das heißt, die Schnittstelle ist brutto mehr als doppelt so flott, sind passende Gegenstellen vorhanden.
Nach wie vor nicht möglich sind hingegen 10-Gigabit-Übertragungen (10GbE) ab Werk. Hierfür ist nach wie vor ein externer Adapter notwendig, der iMac M6 ist bis zu Thunderbolt-4-fähig, Thunderbolt 5 unterstützt er hingegen nicht. Wer eine Ethernet-Unterstützung haben möchte, kauft entweder den M6 mit 10-Core-CPU, 10-Core-GPU und zwei Thunderbolt-4-Anschlüssen und zahlt 30 Euro Aufpreis (also 1799 plus 30 Euro), oder das große Modell mit vier Thunderbolt-4-Ports sowie 12-Core-GPU und 12-Core-GPU wird ausgewählt, das diese Fähigkeit bereits mitbringt. Dafür werden dann aber auch gleich 1999 Euro fällig.
MacBook Pro M6 mit 14 Zoll: Obacht bei der Speicherbandbreite
Beim neuen Standard-MacBook Pro mit M6-Chip, das ebenfalls am Freitag auf den Markt kommt, muss man beachten, dass Apple bei der günstigsten Variante an der Speicherbandbreite spart. Wer hier zum Basismodell mit 16 GByte RAM greift, bekommt hier 153GB/s, wie bei der Vorversion mit M5-Chip aus dem vergangenen Jahr. Erst ab 24 GByte beschleunigt die Maschine auf 170GB/s. Hierfür muss man 220 Euro extra in die Hand nehmen, zahlt also insgesamt 2.519 Euro.
Wie groß der Unterschied in der Praxis ist, müssen erst Benchmarks zeigen. Klar ist allerdings auch: Noch teurere Geräte mit dem älteren M5-Pro- oder gar M5-Max-Chip sind noch (viel) flotter unterwegs: Hier steigt die Speicherbandbreite auf 307GB/s respektive 614GB/s. Diese Werte dürften insbesondere bei lokalen KI-Modellen hilfreich sein.
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(bsc)
Source: Heise · Ben Schwan
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